Der Schulleiter sagt Servus

Friedrich Fichtner: „Ich möchte noch nach Island und nach Ägypten“

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Direktor Friedrich Fichtner geht mit 64 Jahren in Pension und freut sich schon auf mehr Zeit mit seinen Enkelkindern.

Schwanthalerhöhe - Sechs Jahre hat er all sein Herzblut in die Grundschule an der Bergmannstraße gesteckt - Jetzt verabschiedet sich Friedrich Fichtner in den Ruhestand

Die letzten sechs Jahre war Friedrich Fichtner Direktor der Grundschule an der Bergmannstraße, jetzt geht der 64-Jährige in den Ruhestand. Seine Nachfolgerin wird die langjährige Konrektorin Jasmin Wiederer. Zum Abschied verrät Fichtner in Hallo, wie seine Zukunft aussehen wird. 
von Daniela Borsutzky

Herr Fichtner, was werden Sie nun im Ruhestand endlich unternehmen, wozu Sie bisher keine Zeit gefunden haben?
Ausschlafen (lacht). Nein wirklich, mein Biorythmus hat sich nie an den Schulbeginn um acht Uhr gewöhnt und ich hasse es, unter Zeitdruck aufzustehen. Außerdem werde ich mich nun viel mehr meinen Enkelkindern widmen, im Oktober kommt ein Viertes hinzu. Und ich möchte noch nach Island und nach Ägypten.

Wenn Sie an die Schule zurückdenken: Was wird Ihnen am meisten fehlen – und was am wenigsten?
Natürlich werden mir vorrangig die Kinder fehlen, aber auch das tolle Kollegium. Es war eine schöne Zeit an einer wunderbaren Schule und ich habe sehr gerne unterrichtet. Überhaupt nicht vermissen hingegen werde ich die Verwaltungstätigkeiten. Mit der Bürokratie kann man es auch übertreiben. Ich hatte zum Teil das Gefühl nur zu arbeiten, um statistischen Ämtern Muniton zu liefern. Die Aufgaben werden von Jahr zu Jahr mehr – der Staat sollte mal erkennen, dass wir auch nur Menschen mit einem 24-Stunden-Tag sind.

Was haben Sie den Kindern der Bergmannschule noch mit auf den Weg gegeben?
Ich habe ihnen die Jahre über etwas vorgelebt: Dass man, wenn man für etwas brennt auch die innere Flamme von anderen entfachen kann. Und ich hatte immer offene Türen für meine Mäuse und habe ihnen gezeigt, dass sie wahrgenommen und angenommen werden.

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