A bis Z mit dem Tatort-Star

Ferdinand Hofer:"Ich bin gern daheim und in den Bergen"

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Der Tatortstar spricht mit Hallo über den Spagat zwischen Uni,Surf-Camp und seiner Karriere.

Hallo spricht mit Ferdinand Hofer alias Kalli Hammermannie über die Doppelbelastung zwischen Uni und Surf-Camp

Blonde Strubbelhaare, blitzende Augen und sein charmanter Auftritt: Ferdinand Hofer (25) ist der Traumschwiegersohn jeder bayerischen Mama. Als zwölfjähriger Schulbub wurde der Schauspieler im bayerischen Oberland von Regisseur Marcus H. Rosenmüller für den Film „Schwere Jungs“ entdeckt, seit fünf Jahren gehört Hofer nun schon als eifriger Kriminalkommissar Kalli Hammermann zum Ermittlerteam beim München-Tatort. Am 21. Oktober ist er wieder in der ARD um 20.15 Uhr zu sehen, eben hat er die 80. Folge „Die Welle“ am Eisbach abgedreht – und richtig Lust auf Surfen bekommen. Deswegen absolvierte er auch schnell noch ein Surfcamp, bevor am 1. Oktober sein letztes Semester los geht. Im März macht er seinen Abschluss an der TU im Fach Technologie- und Managementorientierte Betriebswissenschaften. Da bereitet ihm nur eines Sorgen: „Ich habe immer noch kein Thema für meine Masterarbeit.“

Doch gerade steht er wieder für die nächste Verfilmung der Eberhofer-Krimis vor der Kamera, wo er den Metzgersohn Max Simmerl spielt. Mit welchem Schauspielkollegen er immer verwechselt wird, was die einzige Rolle war, die er abgelehnt hat, und wo ihn seine weiblichen Fans im Münchner Nachtleben treffen können, verrät der 25-Jährige, der in einer WG in Bogenhausen wohnt, von A bis Z.

Marie-Julie Hlawica

Ausbildung: Ich habe neben meinem Wirtschafts-Studium an der TU und der Schauspielerei in einem Start-up als Werkstudent gearbeitet. Ich hoffe, später auf einen Arbeitsvertrag, der mich zum Drehen freigibt.

Bairisch ist meine Heimatsprache. Hochdeutsch kann ich auch, aber ich fühle mich im Dialekt wohl. Ich finde es gut, dass mit Rosenmüller oder den Eberhofer-Krimis in Film und Fernsehen „Heimatgefühl“ stattfindet.

Casting: Nur einmal habe ich ein Rollenangebot abgelehnt. Ich sollte einen Typ spielen, der Frauen abwertend behandelt.

Drehtage habe ich 30 bis 40 im Jahr. Da bleibt genug Zeit für mein Studium, die Familie, Freizeit, meine Freunde, Urlaub. Ideale Aufteilung!

Eltern haben mich immer unterstützt. Es hat nie jemand gesagt: „Lern’ was gescheites.“ Das Studium habe ich mir selbst ausgesucht, wenn Rollen ausbleiben, habe ich einen Beruf.

Freundin habe ich grad keine. Aber viele weibliche Fans, die sich über Facebook oder Instagram melden. Bei manchen wundert es mich, dass sie den Tatort schon sehen dürfen!

Heimat finde ich gut. Ich komme aus einem 400-Seelen-Dorf am Irschenberg bei Miesbach, da kennt jeder jeden. Ich bin gern daheim und in den Bergen.

Italien ist nach Bayern mein Lieblingsland. Ich bin eben erst zurück in München, habe in Mailand sechs Monate studiert und bin fast zum Italiener geworden! Jedenfalls kann ich die Sprache jetzt super sprechen.

Jugendzimmer ist wie früher, wenn ich bei meinen Eltern übernachte. Nur die alten Fußball-Plakate von Stars wie Ballack & Co. hängen nicht mehr an der Wand.

Karriere plane ich nicht. Man kommt untereinander ins Gespräch, wird vorgeschlagen. Aber dass ich mir vornehme, ich will jetzt Schauspiel-Karriere machen, so bin ich nicht.

Lernen fällt mir bei Rollentexten leicht. Da stelle ich mir die Geschichte vor, dann merke ich mir die Sätze schnell. Fachliteratur lernen ist schwieriger, da bringt mir die Schauspielerei an der Uni leider keine Vorteile.

Meinungen nehme ich mir zu Herzen. Ich habe mal einen Jungen gespielt, der Mitschüler mobbt. Da haben meine Freunde gesagt: Lass das lieber, so mögen wir Dich nicht sehen.

Neues? Dafür bin ich immer zu haben. Meine Rollen waren immer verschieden. Einen Psychopathen würde ich auch gerne mal spielen.

Oscars: Da träume ich nicht davon. Von Hollywood auch nicht. Da bleibe ich Realist. Ich konzentriere mich auf Deutschland. Der New Faces Award wäre toll.

Profil: In meiner Kartei steht: männlich, vier Sprachen, sportlich. Ich fahre Ski und Mountainbike, spiele Tennis und Eishockey.

Quartier: Definitiv das Glockenbachviertel, die Bars rund um den Gärtnerplatz. Sonst trifft man mich in den Bergen – ob Bayern oder Südtirol.

Rettungssanitäter war ich bei uns auf dem Dorf. Deshalb kann ich auch bei einigen Tatort Szenen mit Unfall­opfern oder Toten sagen: Das ist jetzt wirklich unrealistisch, das sollten wir anders machen.

Surfen – da bin ich ein Anfänger. Der Kalli durfte leider noch nicht im Tatort surfen, für den Eisbach war die Woche Surfcamp doch zu wenig!

Tatort: Ich wollte von klein auf immer Polizist spielen. In meinem ersten Tatort musste ich dann auch gleich in ein Haus voller Blut einsteigen.

Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec sind tolle Kollegen. Sie haben mich ins Team genommen. Ich kann die Rolle mitentwickeln, werde auf Augenhöhe behandelt. Ich hoffe das geht noch lange so. Zumindest habe ich noch nicht gehört, dass ich im Tatort bald sterbe.

Verdrängen: Egal wie viel Blut beim Dreh vorkommt – ich nehme davon nichts in Gedanken mit nach Hause, ich kann Arbeit von Privatem trennen.

WG geprüft bin ich! Ich wohne mit zwei Schulfreunden seit sechs Jahren in einer großen Wohnung in Bogenhausen – das Zusammenleben klappt super: Wir sind immer noch beste Freunde!

X-zesse: Partys mag ich gerne, aber nichts großes. Ich bin in Läden, wo man sich trifft, redet und wo auch getanzt werden kann.

Youtube nutze ich, aber von mir stelle ich nichts ein. Den Facebook-Auftritt haben meine Freunde mal erstellt, aber er wird nicht so sehr gepflegt.

Zwider bin ich nur selten. Ich bin ein fröhlicher Mensch, lass mir das Lachen nicht schnell verderben.

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