Songs von der Alm

Der Musiker „Oimara“ über sein neues Album

„Oimara“
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Benni Hafner veröffentlicht als „Oimara“ sein neues Album.
  • Sebastian Obermeir
    vonSebastian Obermeir
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Der Hipster unter den Volksmusikern: „Oimara“ präsentiert sein neues Album. Wir haben mit dem Tegernseer Musiker gesprochen.

Wer denkt, dass Volksmusik uncool ist, wird mit den Songs vom „Oimara“ schnell vom Gegenteil überzeugt. Benni Hafner, wie der Sänger eigentlich heißt, legt mit „A Quantum Prost“ (www.bognermusik.de) ein Album vor, das im modernen München mindestens genauso passend klingt wie beim Bierle auf der Alm.

Herr Hafner, „Mit dem Rückwärtsgang nach vorn“ heißt es in der Single zum neuen Album. Das müssen Sie den meisten Städtern wohl erklären.
Ich bin auf der Alm aufgewachsen und habe die letzten Jahre im Tal gewohnt. Wenn ich dann mit meinem neuen Auto hochfahren wollte, das Front-Antrieb hat, ging’s vorwärts nicht mehr weiter. Der Trick ist dann, das Gewicht auf die Vorderachse zu verlagern und einfach rückwärts hochzufahren.
Alm, Oim, Oimara, auf der Alm aufgewachsen. Jetzt kapier’ ich’s erst!
Wir haben 20 Jahre lang die Hafner-Alm am Tegernsee gehabt. Da bin ich aufgewachsen, bis ich mit Anfang 17 nach Mallorca abgehauen bin.
Ballermann statt Bergalm?
Ganz schöner Kontrast, ja. Ich war vier Jahre dort und habe meine Koch-Lehre gemacht.
Vom Tegernsee nach München hat es Sie nie gezogen?
Wenn man die Schnauze voll hat von zu vielen Leuten, ist man am Tegernsee gut aufgehoben. Wenn man aber einen See- oder Bergkoller kriegt, ist man in München gut bedient. Für mich wäre die gesunde Abwechslung ein Traum.
Voll mit Münchnern ist’s am Tegernsee eh.
Mei, ich find’, da übertreiben sie manchmal schon bissl bei uns. Das nimmt zum Teil recht komische Züge an.
Etwa?
Etwa wenn da ein Münchner Kennzeichen steht, das mit Eiern beworfen wird. Und dann stellt sich raus, dass es einfach ein Einheimischer mit Münchner Kennzeichen war (lacht). Man sollte lieber den Ball flach halten, weil wir hier von den Touristen und eben auch Münchnern leben. Klar ist es manchmal nervig, wenn ich sofort nach der Einfahrt im Stau stehe. Und dann bin ich nicht mal in der Stadt!
Ihr bekanntester Song heißt „Bierle in da Sun“. Hat sich Tegernseer schon wegen eines Sponsorings gemeldet?
Tatsächlich kriege ich rein theoretisch Bier umsonst. Ich nutze das wenig, aber hin und wieder schon. Ich kenne auch den Brauerei-Chef. Die unterstützen mich, einfach weil sie so nett sind.
Kein Alkohol im neuen Jahr zählt also nicht zu Ihren Vorsätzen.
Nee. Das klappt auch nicht. Dafür habe ich mir in meinem Leben auch die falschen Berufe ausgesucht: Als Koch und Musiker nimmt man sich nicht gerade vor, nie wieder Alkohol zu trinken.
Zumal es genau zwei Berufe sind, für die es dieses Jahr nicht einfach ist.
Das stimmt. Ich hab’ das Glück gehabt, im Oktober noch zu spielen. Ich komm so durch. Aber ich hoffe sehr, dass die Konzerte nur verschoben und nicht abgesagt werden.
Ihre „Busheisl-Tour“ ist fürs Frühjahr geplant.
Genau. Leute konnten sich bewerben und ihr Busheisl quasi einreichen. Das wurde dann ausgewählt und da spiele ich dann.
Ihr musikalisches To-go-Angebot?
So kann man es sagen: unplugged und Open-Air. So sind ja Busheisl zumindest hier: draußen und ohne Strom (lacht).
Eine U-Bahn-Station wäre drinnen.
Oh ja, das wäre stark. Das sollte ich angehen!

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