Im Gespräch mit Hallo München

Claudia Koreck: Wieder auf der Bühne – Was für ein Gefühl!

Claudia Koreck - Die Sängerin im Interview bei Hallo München

Bekannt wurde Claudia Koreck 2007 mit dem Lied „Fliang“. Inzwischen ist die 34-jährige Traunsteinerin Mutter zweier Kinder. Jetzt erscheint ihre neue CD „Auf die Freiheit“. Wie sehr sie diese genießt, wie sie mit ihrer Familie die Corona-Pandemie erlebt und wie familiär ihr Bühnenleben bleibt , erzählt sie im Interview von CLAUDIA THEURER

Als Namensvetterinen duzen wir uns?
Au ja, gerne.

Deine neue CD heißt „Auf die Freiheit“, aktueller geht’s nicht...
Wir haben sie letztes Jahr aufgenommen und insgesamt ein Jahr daran gearbeitet. Dass sie so aktuell werden würde, konnten wir damals nicht ahnen. In die Pandemie darf man sich nicht reinsteigern, auch wenn man nicht weiß, wie es weitergeht.

Wie hast Du denn die Zeit bis jetzt erlebt?
Da haben wir verschiedene Phasen durchgemacht. Ich habe mir im Fernsehen alles reingezogen, was es zu dem Thema gab. Wir wollten den Fokus immer auf etwas Positives richten. Und Homeschooling war einfach schrecklich für uns alle. Ich bin ja auch jemand, der immer eins nach dem anderen machen kann und nie etwas gleichzeitig. Aber wichtig war mir, dass es allen gut geht und ich alle zusammenhalten konnte.

Wie geht es Deinem Mann und Dir so ohne Auftritte?
Ehrlich gestanden, wir leben von unseren Ersparnissen. So allmählich treten wir auch wieder auf, allerdings nur mein Mann und ich. Wir sind ja normalerweise zu fünft plus zwei Techniker – das ist im Moment nicht drin. Unser nächster Termin ist am 28. August im Innenhof des Deutschen Museums. Da treten nur Gunnar und ich auf. Es fühlt sich gut an, wenn man wieder auf die Bühne darf.

Wenn man so eng zusammenarbeitet wie Ihr beide, kracht’s da gelegentlich auch mal?
(lacht schallend) Als ehrlich gestanden, wenn wir wo ankommen auf unserer Tour, schaut das Hotelzimmer gleich fürchterlich chaotisch aus. Das bringt Gunnar auf die Palme. Und so haben wir beschlossen, dass jeder sein einzelnes Zimmer hat.

Und wie ist die Zusammenarbeit sonst so mit ihm?
Ich liefere das Nackerte und er zieht das Ganze dann an!

Ihr habt ja mittlerweile auch ein eigenes Label...
Ja, Honu Lani. Nach fünf Jahren Erfahrungen sammeln bei einem Major Label war es an der Zeit, einen Schritt weiterzugehen. Honu Lani Records steht für mich für Unabhängigkeit, Eigenständigkeit und die Bereitschaft, auch mal neue Wege zu gehen. Räumlich sind wir an die Downtown-Studios in der Augustenstraße angeschlossen. Es fühlt sich alles sehr gut an.

Eine Deiner letzten Platten hast Du auch auf Englisch herausgebracht...
Das hat sich so ergeben. Ich habe aber gemerkt, dass ich mich in der bairischen Sprache am besten ausdrücken kann.

„Fliang“, Dein Debüt von 2007, ging ab wie eine Rakete. Wie siehst Du Deine Entwicklung?
Mir ist das alles viel zu schnell gegangen. Ich wollte nicht verheizt werden. Und als dann auch noch unser Sohn Timmi kam, waren viele Leute extrem sauer, so nach dem Motto: Des kannst jetzt echt ned bringen. Aber ich leb doch schließlich nur einmal!

Dein Sohn ist zehn, Tochter Lani sechs, wie gehen die mit Deinem Erfolg um?
Wenn sie mich im Fernsehen sehen, sind sie total stolz.Ganz toll finden sie es auch, wenn die Leute klatschen. Timmi spielt super Klavier und kann seine Gefühle supergut ausdrücken. Lani ist noch zu verspielt.

Wer passt denn auf die beiden auf, wenn Ihr unterwegs seid?
Mama und Papa, Oma und Opa. Das war auch mit ein Grund, weshalb wir wieder von München in die Traunsteiner Gegend gezogen sind. Wir leben in einer Siedlung mit lauter netten Familien, da springt jeder für jeden ein.

Zur Person

Claudia Koreck wurde am 28. Mai 1986 in Traunstein geboren. Mit zwölf Jahren begann sie zu musizieren, hat aber nie eine Gesangsausbildung gemacht. Nach dem Abitur zog sie zum Studieren nach München. Mit ihrem Lied „Fliang“ („Fliegen“) wurde sie 2007 von Bayern 3 entdeckt. Mit ihrem Mann Gunnar Graewert, auch Bühnenpartner und Produzent, hat Koreck zwei Kinder.

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