Interview und Verlosung

EHC Red Bull München Stürmer Brooks Macek im exklusiven Interview

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München: Er ist "Mister Dreierpack": Red Bulls-Stürmer Brooks Macek exklusiv über Bern, Iserlohn – und Restaurant-Besuche.

Er trifft und trifft und trifft – zuletzt drei Mal in einem Spiel. Der Deutsch-Kanadier Brooks Macek (Foto) gehört zu den Top-Scorern des EHC Red Bull München. Vor dem Spiel gegen seinen Ex-Verein sowie dem Champions-Hockey-League-Achtelfinale gegen Bern haben wir mit dem 25-Jährigen über die Folgen seines Dreierpacks, Michi Wolf als Kapitän und seine Deutsch-­Kenntnisse gesprochen.

Brooks Macek, drei Tore gegen Bremerhaven – muss man nach so einem Erfolg die Mannschaft zum Essen einladen?

Gott sei Dank nicht. Da gibt es auch keine Rituale. Aber es ist definitiv etwas besonderes, wenn einem drei Tore in einem Match gelingen. Ein großartiges Gefühl – für das ich meiner Reihe und dem ganzen Team sehr dankbar bin.

Auch dank dieser Treffer haben sich die Red Bulls in einem Spitzentrio mit Berlin und Nürnberg schon ein kleines bisschen vom Rest der Liga abgesetzt. Spielt das Team auch schon das Eishockey, das man von sich selbst erwartet?

Klar schielt man mit einem Auge mal auf die Tabelle. Und mit dieser sind wir aktuell zufrieden. Dennoch versuchen wir jeden Tag besser zu werden – in dieser Hinsicht sind wir aktuell auf einem guten Weg.

Besondere Spiele werfen ihre Schatten voraus. Für das Team und für Sie persönlich. Am 29. Oktober geht es gegen Ihre alten Teamkameraden aus Iserlohn.

Ich habe da drei Jahre gespielt und wirklich eine gute Zeit verbracht. So ein Spiel überschattet jetzt nicht alles andere, aber natürlich bleibt es irgendwie etwas besonderes. Aber Sie können mir glauben: Auch in so einem Spiel gibt man sein Bestes für sein aktuelles Team.

Und würden sich auch vor einem erneuten Hattrick nicht scheuen?

Da würde ich auch gegen Iserlohn nicht „Nein“ sagen.

Auch Red Bulls-Kapitän Michi Wolf kam aus Iserlohn, Sie haben dort sogar eine Zeit lang gemeinsam gespielt. Hat er Ihnen Ihr erstes Jahr in München erleichtert?

Auf jeden Fall und in jeder Hinsicht. Michi ist einfach ein großartiger Mensch und ein super Anführer. Es hat schon seinen Grund, warum er unser Kapitän ist.

Ein weiteres besonderes Spiel ist das Duell in der Champions Hockey League mit dem Schweizer Meister aus Bern am 31. Oktober. Wie schwer wird es?

Es ist ein großartiges Team und ja nicht zum ersten Mal Meister in der Schweiz. Wir haben in der Vorbereitung zwar hoch gewonnen, aber das war eben nur die Vorbereitung. Ich glaube, dass sich beide Teams mit großem Respekt begegnen werden.

Erwarten Sie beim Rückspiel am 7. November eine volle Eishalle in München? In der Vorrunde war der Zuschauerschnitt ja noch etwas mäßig.

Ich mache mir ungerne Gedanken über Dinge, die ich nicht selbst in der Hand habe. Aber Fakt ist auch: Je voller die Halle ist, desto besser ist es für unsere Chancen auf ein Weiterkommen. Insofern hoffe ich schon auf eine Gänsehaut-Atmosphäre.

Es heißt immer wieder scherzhaft, Sie sprächen trotz deutscher Eltern kein Wort Deutsch. Wie viel Wahrheit steckt dahinter?

Naja, ich spreche ein bisschen Deutsch. Meine Frau und ich haben uns jetzt einen Lehrer genommen, weil wir unbedingt daran arbeiten wollen. Für die wirklich wichtigen Dinge im Leben reicht es aber schon. Zum Beispiel, um im Restaurant die Bestellung aufzugeben (lacht).

Sie sind jetzt das fünfte Jahr in Deutschland. Können Sie sich vorstellen, auch nach Ihrer Karriere hierzubleiben?

Bis dahin habe ich hoffentlich noch viel Zeit. Wir fühlen uns hier tatsächlich total wohl. Aber darüber, wohin es uns endgültig einmal verschlägt, haben wir uns noch keine Gedanken gemacht.

M. Litzlbauer

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