Barbara Schöneberger im Gespräch mit Hallo München

Barbara Schönebergers Leben zwischen Kürbissuppe und Orlando Bloom

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Barbara Schöneberger kann viel erzählen – klar! Das beweist sie auch in ihrem neuen Album, dass sie jetzt bei ihrem Konzert in München vorstellt.

Barbara Schöneberger bewegt sich in einer Welt zwischen dem heimischen Herd und Hollywood. Im Hallo-Interview spricht der TV-Star jetzt über Zeitmanagement die Rückkehr nach München

Sexy und schlagfertig – auch in ihren Songs: Die 44-Jährige lädt zum Konzert an der Isar. Im Interview spricht sie über Niederlagen, Schönheits-OPs, Tipps ihrer Mutter sowie einen Umzug in ihre Heimat München. von INES WEINZIERL

Frau Schöneberger, im März treten Sie in der kleinen Olympiahalle auf...
Ich war da ja noch nie in der kleinen Olympiahalle, freue mich aber sehr (Hallo verlost Tickets). Beim letzten Mal war ich in der Philharmonie. Das war toll. Da bin ich früher jeden Tag vorbeigegangen, weil ich gleich um die Ecke auf dem Pestalozzi-Gymnasium war.

Also wird Ihr Auftritt im März ein Heimspiel?
Ich freue mich riesig, muss aber auch immer daran denken, dass meine ganze Familie im Publikum sitzt und falls ich schlüpfrige Geschichten erzähle, muss ich danach ja auch meiner Schwiegermutter in die Augen schauen können.

Ihre ganze Familie lebt in München. Überlegen Sie manchmal zurückzukommen?
Manchmal denke ich darüber nach – mal sehen.

Auf Ihrem neuen Album „Eine Frau gibt Auskunft“ sind zwölf Songs aus der Sicht zwölf unterschiedlicher Frauen. Welche Frau sind Sie?
Ich bin offen. Ich denke nicht allzu viel darüber nach, was ich sage und mache. Ich entscheide aus dem Bauch heraus – und mache mir keine Gedanken über die Konsequenzen. Wenn es dann Kritik hagelt, verschließe ich die Ohren. Aber ich bin nicht beratungsresistent.

Im Lied „Mädchen mein Mädchen“ bekommt die Tochter Ratschläge vom Vater. Wer hat Ihnen Tipps gegeben?
Mein Vater nicht. Er hat immer gedacht, dass ich eh alles richtig mache. Dafür aber meine Mutter. Sie hat gesagt: Trage deine Haut nicht zu sehr zur Schau und lege dein Geld an. Letzteres habe ich gemacht!

„Wenn ich eine Niederlage erlebe, kehre ich sie für mich ins Positive"

Sie heulen sich auf dem Album nicht aus. Ist bei Ihnen alles perfekt?
Ich habe einfach wenig Grund zum Heulen. Wenn ich eine Niederlage erlebe, sehe ich das nicht als solche an, sondern kehre sie für mich ins Positive.

Sie sind ein Stehaufmännchen?
Naja, ich bin ja nicht oft gefallen, habe wenig Rückschläge einstecken müssen. Und wenn ich wirklich mal eine Niederlage erfahre, versuche ich, sie positiv zu sehen.

Wären Sie gerne noch mal ein Teenager?
Puh! Meine Nichten und Neffel sind 17, 18. Da denke ich manchmal, das ist schon eine geile Phase – alles geht los. So betrachtet, wäre ich gerne nochmal Teenager, wenn es am Ende genauso ist, wie jetzt. Ich habe wirklich viel Glück gehabt.

Sie moderieren, haben eine Zeitschrift, Sie singen und jetzt machen Sie auch noch Radio. Wie viele Stunden hat Ihr Tag?
Ich bin einfach gut organisiert – oder besser: werde gut organisiert. Ich versuche, in kurzer Zeit viel auf die Reihe zu bekommen. Wenn ich in der Woche fünf Stunden Radio mache, passiert das in der Zeit, in der die Kinder im Kindergarten und in der Schule sind und ich stehe um 14.30 Uhr wieder zuhause auf der Matte.

Wird Ihnen das manchmal zu anstrengend?
Nein, nie. Ich mache einfach nur das, was ich kann und was mir großen Spaß macht – und das sehr exzessiv. Morgens koche ich Kürbissuppe, abends treffe ich Orlando Bloom – als Frau ist das ja alles kein Problem. Männer können ja oft nur eine Sache.

Sie dafür ganz viele. Seit neuestem machen Sie auch Sport...
Bis ich 40 war, habe ich gar nichts gemacht. Daher habe ich auch keine Verletzungen. Jetzt treibe ich Sport, um den Status Quo zu erhalten. Aber das kostet ja alles viel Geld und Zeit: eine Stunde Sport, eine Stunde Kosmetikbehandlung. Ich gehöre nicht zu den Frauen, die sich bei der Kosmetikerin zurücklehnen und zwei Stunden Gala lesen. Ich sage dann schon: Geben Sie mir die Nagelfeile, ich mache das selbst.

Zur Person

„Ich gehöre nicht zu den Frauen, die sich bei der Kosmetikerin zurücklehnen. Ich sage dann: Geben Sie mir die Nagelfeile. Ich mache das selbst.“

Geboren ist Barbara Schöneberger (44) in München. 1998 startet sie ihre Karriere als Assistentin bei Elmar Hörigs Sendung „Bube, Dame, Hörig“. Ihr TV-Talk „Blondes Gift“ folgte, sie moderierte den „Deutschen Filmpreis“, „Bambi Verleihung“, seit 2008 moderiert sie neben Hubertus Meyer-Burckhardt die NDR Talk Show. 2007 erschien ihr erstes Album „Jetzt singt sie auch noch“ – drei folgten. Ihr neustes, „Eine Frau gibt Auskunft“, erschien 2018 (Hallo verlost Tickets für ihr Konzert). 

Mitteilungsbedarf hat Schöneberger immer: Ob in der Talkshow, im Radio oder in der Zeitschrift Barbara – da dreht es sich auch mal um gemachte Nägel und Schönheits-OPs. Wie sie dazu steht? „Ich bin nicht total dagegen, aber ich finde, dass viele einfach gleich aussehen. Und ganz ehrlich: Die Frauen sehen auch nach einer OP nicht jünger aus – dafür aber anders.“

Schöneberger lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Berlin.

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