HALLO-Rundgang bei Hofbräu München: Halbzeit bei der großen Logistik-Erweiterung

Hofbräu München wächst weiter

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Komplett neu ist der überdachte Beladebereich – dort können drei große Lkw-Lastzüge gleichzeitig beladen werden.

Der Deutsche Biermarkt schrumpft von Jahr zu Jahr, dennoch bringt Hofbräu München von Jahr zu Jahr mehr Bier an den Mann bzw. die Frau – vor allem weil „Münchens kleinste Brauerei“ mit seinen Spezialitäten auf dem internationalen Parkett punktet. 

Die Kapazität der Produktion wurde in den letzten Jahren immer weiter ausgebaut; seit einem halben Jahr wird nun im letzten Schritt die Logistik erweitert. Aktuell ist Halbzeit bei den Umbauten. HALLO-Wirtschaftsredakteur Bodo-Klaus Eidmann und Stefan Hempl, Pressechef von Hofbräu München, haben sich die Baustelle angeschaut. 

Spezieller „Hofbräu Doppelbock“ für die USA, das aktuelle „Hofbräu Winterzwickel“, feines unfiltriertes, dunkles Fassbier nur für die deutsche Gastronomie und der „Zweifach gehopfte Hallodri“ für das „Braukunst live!-Festival“ – Hofbräu München hat mittlerweile über 1000 Werbe- und Bierartikel auf Lager. „Hofbräu München setzt sehr erfolgreich auf  Spezialitäten und das in mehr als 30 Ländern der Welt“, betont Stefan Hempl, Pressesprecher von Hofbräu München. 2013 war übrigens das erfolgreichste Jahr in der Geschichte von Hofbräu München – rund 320.000 Hektoliter Bier fanden ihre Liebhaber.

Hofbräu München wächst

Richtung Containerbahnhof

„Münchens kleinste Brauerei“ braucht mehr Platz – das Gelände der Brauerei an der Hofbräu-Allee 1 in Riem wächst um ca. 100 Meter Richtung Osten. Das Areal war bis vor kurzem noch an eine Spedition vermietet. Mit diesem zusätzlichen Platz verschafft sich Hofbräu München die Luft, die die Brauerei für das weitere Wachstum  braucht. Die Kapazität der 1988 als eine hochmodern errichteten Brauerei lag anfangs bei knapp 200.000 Hektolitern; 2013 ist der Ausstoß auf 320.00 Hektoliter angewachsen. Im Laufe der Jahre gab es immer wieder Umbauten und Erweiterungen – zuletzt wurden die Gär- und Lagertanks vergrößert. Der letzte, große Wurf erfolgt nun – es werden immerhin rund neun Millionen Euro investiert.

Mitte/Ende 2014 werden Baumaßnahmen abgeschlossen

„Rund eine halbe Stunde braucht künftig ein Lastwagenfahrer von der Ankunft, dem Entladen und Beladen, bis zum Verlassen des Geländes“, freut  sich Jürgen Breitsameter, Chef der Logistik und des Einkaufs bei Hofbräu München, der bereits seit einem halben Jahr mit seinen 30 Mitarbeitern dafür sorgt, dass ihre Arbeit trotz Großbaustelle ohne Störungen verläuft. Mitte / Ende 2014 wird Hofbräu München alle Neuerungen einweihen können – dann sicherlich mit dem Bayerischen Finanzminister Markus Söder, oberster Kontroller dieser Regiegesellschaft des Freitstaats Bayern.

Neue Wegeführung

bietet viele Vorteile

Das östlich gelegene Pförtnerhäuschen mit dem Wendehammer wird Mitte 2014 rund 100 Meter in Richtung Osten verlegt. Der Mann am Eingang nimmt vom Lkw-Fahrer gleich die wichtigsten Eckdaten auf. Die Informationen, ob Leergut entladen werden muss, und was geladen werden soll, werden gleich weitergeschickt. Auf geradem Weg fährt der Fahrer zur Entladestation im westlichen Bereich des Hofbräu München-Areals. Früher ging es dann direkt in die riesige Logistikhalle, die viel zu klein geworden ist. Hofbräu München hat rund 1000 Werbe- und Bierartikel auf Lager – davon rund 250 Biergebinde. Künftig stehen kleine und große Lagerhalle (zusammen 6.100 Quadratmeter) tatsächlich nur als Lager zur Verfügung. Lkw fahren hier nicht mehr durch. „Damit verbessert sich die Abgas- und Feinstaubbelastung erheblich“, betont Stefan Hempl. Der Arbeitsschutz wird besser, die Mitarbeiter danken es und die Gebinde stauben nicht mehr so leicht ein. Der Lagerbereich wächst damit um 80 Prozent. Veraltete  Logistikbüros und das Werbemittellager werden gerade zum Kommissionierungslager umgebaut, in dem „just in time“ Paletten und Gebinde für die ankommenden Lkw vorbereitet werden.

Neue Heimat für die

beliebte Hofbräu Dult

Künftig fahren die Lkw direkt die Beladestation auf der Südseite der Logistik – neben der Kommissionierungshalle – an. Drei Sattelschlepper mit Anhang finden hier gleichzeitig unter einem 800 Quadratmeter großen Dach ausreichend Platz, das von fünf 16 Meter hohen Pylonen getragen wird. Ohne Verzögerung werden sie mit den vorbereiteten Gebinden und Paletten beladen.

„Stundenlange Wartezeiten entfallen, die es früher in ungünstigen Fällen gegeben hat“, freut sich Jürgen Breitsameter. Nach einer halben Stunde rollt der LKW auf einer komplett neuen Straße Richtung Ausgang. Nördlich der neuen Straße liegt das 3300 Quadratmeter große „bauliche Entwicklungsareal“. Dort findet nicht nur die Hofbräu Dult eine neue Heimat, vielmehr wird auch ein Hopfengarten sowie das Wasservorhaltebecken für die Sprinkleranlage angelegt. Ganz nebenbei haben Jürgen Breitsameter und sein Logistik-Team neue, helle Räumlichkeiten erhalten. Irgendwie muss sich der Stress der letzten Zeit ja auch für die Mitarbeiter auszahlen.

Bodo-Klaus Eidmann

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