Gemeinsam stark

Vereinsserie: "Fibromyalgie Verein Bayern" aus Gern

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Kein Heilmittel, wenig Medikamente: Deswegen helfen sich die Vereinsmitglieder gegenseitig.

Andauernde, unerklärliche Schmerzen und nur wenig Verständnis: Der Fibromyalgie Verein Bayern hilft bereits Betroffenen und auch sich gegenseitig

Morgensteifigkeit in den Gelenken, Abgeschlagenheit, Depression: nur ein paar der Symptome von Fibromyalgie. Ganzkörperschmerz und Faser-Muskel-Schmerz sind alternative Bezeichnungen. Der Weg zur Diagnose ist oft lang, da es sich um eine Ausschluss­erkrankung handelt. Erst wenn alle anderen möglichen Krankheiten ausgeschlossen sind, haben die Betroffenen Gewissheit. Um diesen Prozess zu beschleunigen, stellt der Fibromyalgie-Verein einen Fragebogen zu Verfügung. 

Keine eingebildete Krankheit: Fibromyalgie ist schwer zu erkennen - das findet auch Vorsitzende Claudia Dexl.

„Viele haben einen Verdacht, der zu 95 Prozent bestätigt wird“, erklärt Vorsitzende Claudia Dexl (Foto re.). Entworfen wurde der Fragebogen von Dr. Dr. Walter Eckart Friedel, der im medizinischen Beirats des Vereins ist, und listet die wichtigsten Symptome auf. Das soll beim nächsten Arztbesuch bei der Diagnose helfen. Doch was passiert nach der Diagnose? „Es gibt kein Heilmittel und kaum Medikamente“, so Dexl. Sie selbst lebt seit 19 Jahren mit der Krankheit. Heute hätten die Ärzte mehr Gehör dafür als damals, so Dexl. Sie selbst geht zur manuellen Therapie und Selbsthilfegruppen. Seit 15 Jahren gibt es die zwei Münchner Gruppen, die sich jeweils einmal im Monat treffen. Im Gesprächskreis können sich die Betroffenen austauschen, sei es über Erfahrungen, Therapiemöglichkeiten, aber auch alltägliche Dinge. Die Gruppen, die überwiegend aus Frauen bestehen, machen auch gemeinsame Ausflüge zum Beispiel nach Bad Hofgastein in Österreich (Foto o.). Vorher waren sie Teil des Bundesverbandes, bevor letztes Jahr der bayerische Ableger gegründet wurde. Das Motto ist Programm: Wer Fragen zu Fibromyalgie hat, wird auf der Internetseite fündig. Kurze Wege zur Hilfe sollen auch dank des medizinischen Beirats ermöglicht werden.S. Kläsener

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