Vereine: Die Handballerinnen des „TSV Milbertshofen“

Teamgeist und Zusammenhalt aus Leidenschaft

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Unter dem Motto „Nicht ohne mein Team“ steht die eingeschworene Truppe nicht nur gemeinsam auf dem Platz, die Mil-Ladies unternehmen auch privat viel miteinander.

Sport verbindet: Wie aus einer Mannschaft wahre Freundschaften entstehen und wie man sich gegenseitig unterstützt, wissen die Mil-Ladies des TSV Milbertshofen

„München vereint“: So lautet die Vereinsserie, die in loser Reihenfolge in der Samstagsausgabe von Hallo München erscheint.

„Mil-Go, Mil-Go, Mil-Go“: So feuern sich die Handballerinnen des TSV Milbertshofen vor jedem Spiel an. Die Mil-Ladies, wie sie sich selbst nennen, sind eine eingeschworene Truppe. Neben dem Training unternehmen die Frauen regelmäßig etwas zusammen. „Wir fahren seit nun schon vier Jahren gemeinsam nach Mallorca“, verrät Janine Muth, die seit elf Jahren beim Verein ist. 

1905 gegründet, zählt der Verein heute rund 2600 Mitglieder. Weitere Informationen unter: www.tsv-milbertshofen.de

Insgesamt hat die Handball-Abteilung 300 Mitglieder, gleichermaßen Erwachsene wie Jugendliche. 1982 und 1992 stellte der Verein sogar Olympiateilnehmer. Aktuell spielen die Damen in der Bezirksliga. „Wir konnten den Abwärtstrend abwenden“, erklärt Muth. Zuvor hatten sie in der Bezirksoberliga gespielt, konnten die Klasse aber nicht halten. „Die Spielerinnen sind extrem engagiert, aber es ist schwer Sponsoren zu bekommen.“ Via Facebook und Instagram werben die Mil-Ladies um Unterstützer. Neben dem Beruf spielen die Frauen nicht nur Handball, sondern engagieren sich im Verein und trainieren Jugendmannschaften. „Wir wollen ihnen unsere Leidenschaft für den Sport weitergeben.“

Am Teamgeist scheitert es nicht: Ob bei der Vorbereitung beim Stand-up-Paddling, einer Bergtour oder dem gemeinsamen Wiesn-Besuch. Nach jedem Spiel geht es auf ein Bier ins Stammlokal. Aber: „Bei uns spielen viele Studenten, daher müssen wir Kompromisse eingehen, damit es sich alle leisten können.“ Es gibt eine Gemeinschaftskasse, für Auswärtsspiele werden Fahrgemeinschaften gegründet. Ob Kassen- oder Trikotwart: Die Mil-Ladies kümmern sich um alles in Eigenregie. Doch die Frage bleibt: „Wer teilt unsere Leidenschaft?“

Sabina Kläsener

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