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Gesundheits- und Trendsports im Hallo-Check: Wie gut ist eigentlich Hometraining? 

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Hula Hoop-Training taugt nur was, wenn man den Reifen längere Zeit kreisen lässt.
Hula Hoop-Training taugt nur was, wenn man den Reifen längere Zeit kreisen lässt. © dpa/Christin Klose

Mit einigen Utensilien kann man ein Workout auch zuhause durchführen. Hallo hat sich mit einem Arzt mehrere Möglichkeiten angeschaut:

„Gesund in Serie“ – unter diesem Motto beleuchtet Hallo München wöchentlich Themen der Medizin. Derzeit widmen wir uns dem Gesundheitssport. Mit Experten nimmt Hallo beliebte Aktivitäten genau unter die Lupe. Im letzten Teil der Serie erklärt Dr. Christian Schneider, Facharzt für Sportmedizin am Orthopädiezentrum Theresie, wie gut Fitnessgeräte für zu Hause sind.

Hula-Hoop, Therabänder oder Balance-Boards liegen voll im Trend und sind für Sportmediziner Christian Schneider eine gute Alternative zum Fitnessstudio – wenn man regelmäßig damit trainiert. „Oft ist die Motivation, ins Fitnessstudio zu gehen, höher, weil man viel Geld dafür bezahlt.“ Wichtig sei zudem, dass die Sporteinheiten in den eigenen vier Wänden mindestens 20 Minuten dauern. „Dann ist es auch ein Cardiotraining, das die Ausdauer verbessert.“ 

Mehr statt schwer

Die klassische Hantel hat laut Schneider ihre Berechtigung. „Wichtig ist es, dass das Gewicht nicht zu hoch ist. Sportler sollten lieber ein bis zwei Kilogramm weniger nehmen und dafür fünf Bewegungen mehr machen.“ Ebenfalls sollte der Arm nie in die volle Streckung oder Beugung gehen. „Er sollte immer unter Spannung sein.“ Als Alternative zur Hantel könne man auch mit Wasserflaschen trainieren. 

Hula-Hoop-Reifen: Erst die Ausdauer bringt die Wirkung

Der Hula-Hoop-Reifen sei eine gute Bauch- und Rückenübung. „Es geht aber nicht darum, den Reifen dreimal kreisen zu lassen, sondern ihn 15 bis 20 Minuten zu bewegen. Dann tut man wirklich etwas für seinen Körper“, sagt Schneider. Fortgeschrittene könnten ihn hoch- und runterwandern lassen. „Das ist ein zusätzliches Stabilisationstraining.“

Balance und Stabilität am besten bei Alltagsaufgaben üben

Mit dem Balance-Board verbessere man die Stabilität des Körpers. „Man trainiert die ganze Kette – vom Fuß über das Becken bis hin zur Wirbelsäule“, erklärt Schneider. Wichtig sei es dabei, nicht einfach nur auf dem wackeligen Brett zu stehen, sondern darauf auch eine Bewegung zu machen. „Am besten ist es, die Übungen in den normalen Tagesablauf einzubauen und beispielsweise darauf Zähne zu putzen“, rät der Experte. Aber auch andere Fitnessübungen könne man damit kombinieren. Man kann Liegestütze mit den Händen auf dem Balance-Board machen oder beim Hanteltraining auf ihm stehen. 

Gelenkschonend

Therabänder seien ideal, um einzelne Muskelgruppen zu trainieren. Die unterschiedlichen Farben stehen dabei für den Widerstand beim Auseinanderziehen. Schneider empfiehlt, mit einem relativ leichten Band (gelb oder rot) anzufangen. Wird der Widerstand irgendwann zu gering, könne man das Band doppelt nehmen und habe so die nächste Schwierigkeitsstufe. „Die Arbeit damit ist gelenkschonender als an Geräten.“ Als Faust­regel gelte: „Wenn etwas in der Bewegung wehtut, macht man etwas falsch.“ Der Schmerz am Folgetag – also Muskelkater – sei dagegen normal.

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