1. hallo-muenchen-de
  2. Serien

Das beschäftigt Bewohner Ü60: Die Seniorenvertretung Schwabing-West im Gespräch mit Hallo

Erstellt:

Von: Kassandra Fischer

Kommentare

Heinz Hergeth, Ingrid Seyfarth-Metzger und Peter Teichreber (v. li.) vor dem Schwabinger Krankenhaus.
Heinz Hergeth, Ingrid Seyfarth-Metzger und Peter Teichreber (v. li.) vor dem Schwabinger Krankenhaus. © Kassandra Fischer

Zu Beginn der neuen Amtszeit der Seniorenvertretung hat Hallo die neu oder wiedergewählten Beiräte getroffen – um über die Belange, Probleme oder Chancen in den Vierteln zu sprechen.

SCHWABING-WEST Mehr öffentliche Toiletten im Stadtviertel oder weniger Barrieren in Gebäuden, in denen sich beispielsweise Arztpraxen befinden. Die Seniorenvertretung von Schwabing-West will sich in den nächsten Jahren für Verschiedenes einsetzen.

Seniorenvertretung Schwabing-West: Das liegt den Vertretern am Herzen

Ganz besonders am Herzen liegt der wiedergewählten Seniorenbeirätin Ingrid Seyfarth-Metzger die medizinische Versorgung im Bezirk. Seit Jahren setzt sich die 75-jährige ehemalige Ärztin dafür ein, dass das Angebot der Klinik am Kölner Platz nicht weiter eingestampft wird. Vor allem die stetige Reduzierung von Notfallbetten bereitet ihr große Sorgen. Ebenso die unsichere Zukunft der Akutgeriatrie und der Palliativstation. „Denn der Bedarf dafür ist groß“, betont sie.

Nicht gut finden die Seniorenvertreter zudem die Parksituation an der Mottlstraße. Da Fahrzeuge zum großen Teil auf den Gehsteigen abgestellt werden, wird es für Fußgänger dort oftmals eng. „Vor allem mit Rollatoren“, betont Heinz Hergeth, der bei der Wahl neu in das achtköpfige Gremium gewählt wurde. „Sie kommen nicht mehr durch und müssen auf der Straße gehen.“ Dabei würden viele die Straße nutzen, um zum Einkaufen zur Leopoldstraße zu gelangen.

Sein Kollege Peter Teichreber, der schon länger in der Seniorenvertretung ist, ergänzt: „Das Problem haben wir leider in allen kleinen Nebenstraßen.“ Verbesserungsfähig sei auch die mangelnde Barrierefreiheit an Bus- und Tramstationen – vor allem beim Einsteigen in die öffentlichen Transportmittel. „Für Menschen mit Rollatoren ist das oft schwierig“, bedauert Seyfarth-Metzger. Beispielsweise am Scheidplatz könne man das Problem häufig beobachten.

Und dann gibt es noch das Thema Wohnen, das auch die Senioren in Schwabing-West umtreibt. Vor allem, wenn Gebäude verkauft oder luxussaniert, Bewohner entmietet oder verdrängt werden. Teichreber erlebe das gerade in seiner Nachbarschaft an der Farinellistraße 10 und 12 sowie der Friedrich-Loy-Straße 1. In der Bürgerversammlung hat er einen Antrag gestellt. Seine Hoffnung: Schutz durch eine Erhaltungssatzung. Unterstützung gibt es aus der Lokalpolitik. Dieselbe Forderung zum Schutz der Mieter stellte unter anderem für diesen Bereich jüngst auch die Stadtratsfraktion SPD/Volt.

Hallo hat ebenfalls die Seniorenvertreter aus Schwabing-Freimann, Maxvorstadt und der Altstadt zu Problemen und Chancen befragt.

Mit dem Hallo München-Newsletter täglich zum Feierabend über die wichtigsten Geschichten aus der Isar-Metropole informiert.

Auch interessant

Kommentare