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Münchens Älteste: Historisches Gestein vom Mond - Geschichtsträchtiges Stück im Deutschen Museum zu bestaunen

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Das Mondgestein vom Apollo-Flug 17 wird seit 1984 im Museum ausgestellt.
Das Mondgestein vom Apollo-Flug 17 wird seit 1984 im Museum ausgestellt. © Patricia Stücher

Münchens ältester Gegenstand steht im Deutschen Museum und stammt von der Apollo 17-Mission. Über 100 Splitter des Mondgesteins sind weltweit verteilt worden - einer auch nach München.

München – eine Stadt mit Geschichte und Geschichten: In unserer aktuellen Serie begibt sich Hallo auf die Suche nach den ältesten Vertretern ihrer jeweiligen Gattung. Manches ist sogar älter als die 864 Jahre alte Isarmetropole selbst. Diesmal stellen wir Ihnen das älteste Objekt vor.

Münchens Älteste: Mondgestein von Apollo 17 im Deutschen Museum

Das älteste Ausstellungsstück im Deutschen Museum könnte wegen seiner geringen Größe fast übersehen werden. „Es ist nur ein etwa reiskorngroßer Stein, der in einer Plexiglaskugel verarbeitet ist”, erklärt der ehemalige Kurator der Raumfahrt-Abteilung Dr. Matthias Knopp. Es ist ein Fragment eines ursprünglich deutlich größeren Steins, das hauptsächlich aus Titaneisen und Sauerstoff besteht und nicht von dieser Welt stammt. Es handelt sich um ein Stück Mondgestein, welches von der Apollo-17-Mission 1972 mitgebracht worden ist.

„Das Original-Objekt hat fast drei Kilo gewogen und war etwa zwölf mal zehn Zentimeter groß,“ sagt Gerrit Faust, Sprecher des Deutschen Museums. „Der Stein ist sehr genau untersucht worden und es lässt sich mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass er 3,7 Milliarden Jahre alt ist,“ erklärt Knopp. Er und Faust sind sich einig, dass es andere Meteoriten-Stücke in der Sammlung des Deutschen Museums geben könnte, die älter sind. „Diese sind jedoch nicht so ausführlich untersucht worden. Das genaue Alter lässt sich demnach schwierig bestimmen.“

Münchens Älteste: Über 100 Splitterchen weltweit verteilt

Somit hält den offiziellen Rekord das Mondgestein. Und es hat bereits eine lange Reise hinter sich. Nach der Rückkehr der Apollo-Astronauten von ihrer Mond-Expedition 1972, war es vorerst im Besitz der Vereinigten Staaten. 1973 ist der Teil davon, der seit 1984 im Deutschen Museum präsentiert wird, von US-Präsident Richard Nixon an den damaligen deutschen Bundespräsidenten Gustav Heinemann übergeben worden.

„Insgesamt sind über 100 Splitterchen in verschiedenen Museen der Welt verteilt worden,“ berichtet Knopp. Die Fragmente seien als „Symbol der Einigkeit und des Friedens“ übergeben worden. Auch eine deutsche Flagge, die Teil der Mond-Mission war, ist im Deutschen Museum zu sehen.

Flagge und Mondgestein wurden vor der Renovierung des Museums im Astronomie-Teil gezeigt. Jetzt befindet es sich im neugestalteten Bereich der Raumfahrt.

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Katja Papelitzky

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