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Münchens Älteste #13: Dieser Kiosk übertrifft sie alle 

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Seit 1847 bewirtet Münchens ältester Kiosk am Schyrenplatz 2 seine Gäste.
Seit 1847 bewirtet Münchens ältester Kiosk am Schyrenplatz 2 seine Gäste. © Patricia Stücher

Münchens ältester Kiosk existiert seit 1847 und steht am Schyrenplatz 2. Der heutige Besitzer über die Geschichte des Standes, seine Kundschaft und die Zukunft.

München – eine Stadt mit Geschichte und Geschichten: In unserer aktuellen Serie begibt sich Hallo auf die Suche nach den ältesten Vertretern ihrer jeweiligen Gattung. Manches ist sogar älter als die 864 Jahre alte Isarmetropole selbst. Diesmal stellen wir den ältesten Verkaufsstand vor.

Münchens ältester Kiosk: Seit 1847 am Schyrenplatz 2

Dass der Viktualien­markt der älteste Markt in München ist – er existiert bereits seit 1807 –, wissen vermutlich viele. Aber hätten Sie gewusst, dass sich der älteste, noch existierende einzelne Verkaufsstand am Schyrenplatz 2 befindet? Dort steht seit 1847 ein Kiosk.

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Unter den schattigen Bäumen der Wittelsbacherbrücke, am Ost­ufer der Isar, dient der Verkaufsstand seit jeher als Treffpunkt vieler Münchner. „Aber auch von Touristen wird der Platz gerne als Einkehr und Ruhestätte genutzt,“ sagt Andre Löwig, der seit 2004 den Kiosk mit kleinem Biergarten betreibt.

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Bei der Eröffnung des Standes befand sich hinter dem Gebäude eine Pferderennbahn, heute findet man auf dieser Fläche einen Fußballplatz. Auch der Stand selbst hat sich seit damals verändert. „Ich habe sehr viel investiert als ich ihn gekauft habe, damit er jetzt so ist, wie er ist,“ sagt Löwig. Dazu zählen unter anderem das Errichten eines Kühlhauses sowie von drei Toiletten.

Münchens ältester Kiosk: Viele Stammgäste besuchen Stand

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Und obwohl Löwig in seiner Zeit auch schon mehrere Diebstähle und sogar einen Brandanschlag erlebt hat, fühlt er sich bei der Arbeit wohl: „Die Leute sind toll und ich habe viele Kontakte von früher wiedergetroffen,“ sagt Löwig. Viele der Besucher sind Stammgäste. Darunter zahlreiche Rentner, die sich an ihren Stammtischen bei kühlen Getränken austauschen.

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Warum sein Standl so beliebt ist, dafür hat Löwig auch eine zweite Erklärung: „Wir sind nicht nur der älteste, sondern auch der billigste Kiosk in München.“ Bei Preisen von zwei Euro für einen Kaffee kann man das durchaus glauben. Bald will Löwig auch wieder anders punkten: Er arbeite daran, die Küche wieder zu aktivieren. „Leider gibt es zwecks Corona seit 2020 keinen Essensverkauf mehr.“ Vorerst muss man an Münchens ältestem Verkaufsstandl ausschließlich mit Getränken vorlieb nehmen.

Patricia Stücher

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