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Mediziner am Mikro (2): Diese Kliniken aus München und Umgebung lassen hinter ihre Kulissen hören

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Von: Romy Ebert-Adeikis

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Florian Heindl, Chefarzt im Helios Klinikum München West, im Gespräch mit Radiomoderatorin Steffi Schaller für den Podcast „Einmal abhören bitte“.
Florian Heindl, Chefarzt im Helios Klinikum München West, im Gespräch mit Radiomoderatorin Steffi Schaller für den Podcast „Einmal abhören bitte“. © Helios Klinikum München West

Zwei Münchner Kliniken haben zur Aufklärung von Patienten Podcast-Projekte gestartet. Worum es den verantwortlichen Personen dabei geht, haben sie Hallo verraten:

„Gesund in Serie“ – unter diesem Motto beleuchtet Hallo München wöchentlich Themen der Medizin. In unserer aktuellen Serie stellen wir die Macher hinter Medizin-Podcasts aus München vor. Dabei ist das Spektrum der Beiträge – die auf Spotify, Deezer und anderen Portalen zu finden sind – breit gefächert: Vom Blick hinter Krankenhaus-Kulissen über Informationsangebote bis zu Gesundheits-Gesprächen mit Prominenten.

Im aktuellen Teil geht es um zwei Münchner Kliniken, die Podcasts gestartet haben. Warum sie auf Hörbeiträge setzen und auf welche Themen sich die Zuhörer freuen können, verraten die Verantwortlichen hier.

*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

„Einmal abhören bitte“: Kliniken wollen Infobedürfnis stillen

Normalerweise können sich Interessierte bei Patientenveranstaltungen über die Helios Kliniken Oberbayern informieren. Doch wegen Corona war das zuletzt in Präsenz nicht möglich. Also hat man sich etwas anderes überlegt – und mit Radio Arabella den Podcast „Einmal abhören bitte“ ins Leben gerufen.

„Wir wollten neue Wege gehen, um auch junge Menschen mit Gesundheitsthemen zu erreichen. Ein Podcast ist da ausführlicher als Beiträge in sozialen Medien“, sagt Marten Deseyve, Sprecher des Klinikums München West.

Seit dem Sommer 2021 wurde eine Staffel mit 13 Folgen produziert. In diesen interviewt Radio-Arabella-Moderatorin Steffi Schaller Ärzte der Helios Kliniken zu ihrem Arbeitsalltag – etwa in der Not­aufnahme oder im Kreißsaal – aber auch zu allgemeinen Gesundheitsthemen wie Tinnitus oder Rückenschmerzen.

Podcast der Helios Kliniken: Informationen über Krankenhausalltag sollen dem Hörer übermittelt werden

„Persönlich am meisten überrascht hat mich aber das Thema Demenz“, sagt die 37-Jährige, für die der Podcast ein Herzensprojekt ist. „Das schiebt man in meinem Alter gerne mal weg. Aber meine Gesprächspartner haben darüber mit so einer Leichtigkeit erzählt, dass mit klar geworden ist: Man sollte das Enttabuisieren.“

Informationsbedürfnisse auf charmante Art und Weise stillen – das ist das Ziel der Helios Kliniken. „Aber natürlich ist es auch schön, dass wir zeigen können, wie breit wir aufgestellt sind“, sagt Sprecher Deseyve. Zwischen 1000 und 1500 Menschen hat der Podcast pro Folge erreicht. Eine Auswertung der Nutzer hat ergeben: Drei Viertel der Hörer sind weiblich und der Großteil ist unter 44 Jahre alt. „Und 95 Prozent haben dem Podcast die Note 1 oder 2 gegeben.“

Deswegen ist eine weitere Staffel gerade im Gespräch. „Wir würden gern im Frühjahr mit neuen Folgen starten.“

Kurze Beiträge gegen Berufs-Stereotypen

Dauergestresste Pflegekräfte oder Klinik-Sekretärinnen, die nur Kaffee kochen: Mit Vorurteilen wie diesen will der Podcast der WolfartKlinik in Gräfelfing (Lkr. München) aufräumen.

Von der WolfartKilinik wird auch ein Podcast produziert.
Von der WolfartKilinik wird auch ein Podcast produziert. © Romy Ebert-Adeikis

„Er bietet einen Einblick in die verschiedenen Berufsfelder im Krankenhaus, den man sonst nicht erhält“, sagt Kerstin Liebel vom Klinik-Marketing, die für „Backstage im Krankenhaus“ zuständig ist. Zehn Beiträge hat sie seit März 2021 produziert. „Die Folgen dauern jeweils zehn Minuten und können damit als ‚Quickie‘ unter den Podcasts gelten“, sagt Liebel. 20 000 Hörer hat „Backstage im Krankenhaus“ bereits gefunden und war für den „Klinik-Award“ in der Kategorie „Podcast“ nominiert.

Kerstin Liebel ist das Gesicht hinter dem Podcast der WolfartKlinik.
Kerstin Liebel ist das Gesicht hinter dem Podcast der WolfartKlinik. © WolfartKlinik

Liebel erklärt sich den Erfolg so: „Wir setzen ganz klar auf Emotionen und wollen die Herzen unserer Hörer gewinnen. Deshalb stellen wir nicht nur normale, sondern oft auch fiese Fragen, wie zum Beispiel ‚Muss man als Krankenpflegekraft immer nur Popos putzen?‘“

Wegen der Corona-Situation pausiert der Podcast momentan. Denn die Aufnahmen müssen ohne Mundschutz gemacht werden. „Da wäre es fahrlässig, wenn wir hier trotz Corona und Kontakteinschränkungen einfach weitergemacht hätten.“

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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