Hallo-Serie: Gesichter der Isar

Pepe, der pilgernde Isar-Dackel

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Dackel Pepe mit Frauchen Cordula Gerndt – von der Wittelsbacher Brücke aus ist das Duo zu den gemeinsamen Pilgertouren entlang der Isar aufgebrochen.

Von der Quelle bis zur Mündung: Die Isar-Tour von Rauhaardackel Pepe und Frauchen Cordula Gerndt 

Die Isar zieht sich als grünes Band durch München. In unserer neuen Hallo-Serie stellen wir Menschen vor, die ganz unterschiedlich mit der „Reißenden“ verbunden sind.

Diese beiden kennen die Isar von Anfang bis Ende: Rauhaardackel Pepe und sein Frauchen Cordula Gerndt sind gemeinsam den kompletten Fluss entlang gewandert.

Ihre Pilgertour von der Quelle bis zur Mündung haben sich die beiden in zwei Abschnitte aufgeteilt: Für die Südroute – fluss­aufwärts von München bis zur Quelle im Tiroler Teil des Karwendelgebirges – waren sie im Mai 2013 acht Tage unterwegs, in Etappen von maximal 15 Kilometern. Im Jahr darauf folgt dann die Nordroute: von München fluss­abwärts bis zur Isar-Mündung, südlich von Deggendorf. Startpunkt für beide Touren: die Wittelsbacherbrücke.

Die gemeinsame Pilgertour mit Dackel hat Cordula Gerndt gut vorbereitet: Vorab hat die Isarvorstädterin die jeweiligen Etappenziele festgelegt und Unterkünfte gebucht. Kurz zuvor ist sie die komplette Route dann einmal mit dem Auto abgefahren – um die Futterrationen für Pepe in den Herbergen zu deponieren.

Futter für mehr als eine Woche im Rucksack mitzunehmen wäre schwierig gewesen – „vor allem, weil auch ein kleiner Dackel nach den langen Wanderung natürlich großen Hunger hat!“, verrät Gerndt, die sehr zufrieden ist. „Rückblickend hat unsere Pilgertour super geklappt.“ Gemeinsam mit Hund in der Natur, immer entlang der Isar, das sei auch für sie ein ganz besonderes Erlebnis gewesen. Und Pepe hat super mitgemacht: „Dackel haben zwar kurze Beine, aber dafür auch jede Menge Ausdauer.“ Und auch Muskelkater: „Ich glaube, der war bei Pepe genauso stark wie beim Menschen“, erzählt Gerndt lachend.

Rauhaardackel Pepe ist fast ein wasch­echter Isarvorstädter: „Zugroast“ vom Tegernsee wohnt er schon seit acht Jahren im Herzen des Viertels – da erlebt ein Dackel so einiges. Von den schönsten, lustigsten und spannendsten Erlebnissen kann man in der Dackelpost lesen. Einmal im Monat verschickt Pepe per E-Mail seine Geschichten aus dem Leben eines Münchner Dackels (die Tastaturarbeit übernimmt stellvertretend natürlich sein Frauchen Cordula Gerndt).

Wenn die Dackelpost erledigt ist, ist die ausgedehnte Morgenrunde an der Isar ist für Pepe Pflichtprogramm. Nach dem Spaziergang folgt im Sommer ein erfrischendes Bad – für Pepe und sein Frauchen. Während Cordula Gerndt sich gerne auch mal tiefer ins Wasser wagt, bleibt Pepe lieber in der Nähe des Ufers: „Pepe liebt es in der Isar zu Baden, ins tiefe Wasser geht er aber nicht so gerne“. Und das ist auch gut so: Die Strömung des Wildflusses könnte sonst auch schnell gefährlich werden. Sonst ist die Isar aber einfach perfekt: zum Trinken, Abkühlen und Stöckchen holen – oder eben für eine Dackel-Frauchen-Pilgertour.Vanessa Hahn

Noch mehr Geschichten von Pepe gibt es unter: www.geschichtenpraxis.de/pepe-der-pilger/

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