200 Jahre städtische Friedhöfe: Der Friedhof Pasing

Hier liegt Pasings erster Bahnler begraben

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1903 entstand an der Lampertstraße ein neuer Friedhof. 

Pasing – Seine Gründung erfolgte zunächst aus Platzmangel im Klostergarten der Dorfkirche. Warum der Pasinger Friedhof dennoch besonders ist, lesen Sie hier.

Jubiläum „200 Jahre städtische Friedhöfe“: In der Hallo-Serie stellen wir Gesichter, Anekdoten und Besonderheiten der bekanntesten Münchner Gottesäcker vor. Heute: der Pasinger Friedhof.

Ursprünglich wurden die Pasinger um die Dorfkirche Mariä Geburt am Klostergarten bestattet. „Durch die Bevölkerungsentwicklung wurde er am Ende des 19. Jahrhunderts zu klein“, so Historiker Reinhard Bauer. So entstand 1903 an der Lampertstraße ein neuer Friedhof. 

An die Grabstätte am Klostergarten erinnern heute noch einige Gedenktafeln sowie ein Kreuz an der Kirchenmauer. Die neue Begräbnisstätte erhielt ein Gebäude mit Glockenturm und einer Aussegnungshalle.

Der Friedhof im Stadtviertel Pasing wurde 1903 gegründet und umfasst eine Fläche von 7,44 Hektar. Er beherbergt rund 6500 Gräber.

Da es bei vielen Beerdigungen in der Trauerhalle inzwischen eng wird, haben sich der Pasinger Bezirksausschuss und der Denkmalschutz darauf geeinigt, die Türen zu verbreitern, damit im Eingangsbereich weitere Trauergäste stehen können (Hallo berichtete). Ein kompletter Durchbruch zur benachbarten Eingangshalle war aus Denkmalschutzgründen nicht möglich.

Der Pasinger Friedhof beherbergt die Gräber einiger namhafter Bürger: Carl Graf von Scapinelli war als Mitglied der „Elf Scharfrichter“ einer der ersten politischen Kabarettisten Deutschlands. Bildhauer Hans Osel stellte Skulpturen unter anderem für den Liesl-Karlstadt-Brunnen am Viktualienmarkt und den Hochzeitsbrunnen vor dem Pasinger Rathaus her. Auch die Pasinger Ehrenbürger Alois Ebenböck (Wachsfabrikant) und Georg Habel (erster Bahnvorstand Pasings) liegen dort. 

Andreas Schwarzbauer

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