Schluss mit Stereotypen und Vorurteilen

„Münchner Schule“

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Der Publikumsliebling beim „Sprungbrett“: die Postpunk-Band „Endlich rudern“.

Von wegen Schicki-Micki: Die Münchner Musiklandschaft hat so einiges zu bieten - Die Newcomer kommen jetzt beim „Sprungbrett“ zusammen

So schön klingt unsere Stadt: Wir stellen die heißesten Bands dieses Sommers in einer kleinen Serie vor – quer durch die Genres.

Ob Rock, Jazz-Pop oder Mundart-Reggae – die Vielfalt der Münchner Musiklandschaft ist endlos. Das beweisen auch die Finalisten des „Sprungbrett“-Förderprogramms. Allen voran: die Post-Punker „Endlich rudern“, die den Publikumspreis gewannen. Dabei gibt es die Band erst seit Kurzem. „Der Auftritt beim Sprungbrett war der erste in dieser Zusammensetzung“, sagt Max Weigl (24). „Wir haben unseren Stil Münchner Schule genannt, um aktiv mit Stereotypen und Vorurteilen aufzuräumen.“ München sei nicht nur Schicki-Micki, sondern viel mehr. „Ich beobachte meine Umgebung und forme daraus Songs.“ Heraus kommt dabei rohe, treibende Musik, die von den Widersprüchen der Großstadt erzählt. „Diese Stadt kann es sich leisten, diese auch zu zeigen“, ist sich der Sänger sicher. S. Obermeir

Alle Sprungbrett-Finalisten sind am Montag, 13. August, im Theatron im Olympiapark zu hören.

„Embrace the Emperor“

Indie mit Twist: Von der 2000er-Indie-Welle inspiriert, ähnelt „Embrace the Emperor“ den Briten „Arctic Monkey“. Doch die Songs der Münchner sind deutlich euphorischer und tanzbarer. Derzeit arbeitet das Quartett an einer neuen EP.

„Kraut und Ruhm“

Mundart im Upbeat nach Gstanzlart: „Kraut und Ruhm“ ackern sich durchs Feld von Reggae, Hip-Hop und Soul. Stets im Mittelpunkt aber: die Freude an der Sache. „Wir wollen einfach Mucke machen, rauskommen, Gaudi haben“, sagt Sänger Dominik. Und das Publikum freut sich mit.

„Pepperella“

Jazz mit Hip-Hop, Soul und philosophischen Texten: „Pepperella“ ist eine Hommage an die fiktive Figur Alucita Pepperella. Die schuf mit Jazz im Ohr eine besonders schöne Art des Pop. Und die sechsköpfige Band zeig, wie diese klingt – träumerisch schön!

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