Münchner Sportchampions 

Umwerfende Leistung – Ringerin aus München ist deutsche Meisterin

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Auch im WM-Kampf mit Agnieszka Wieszczek hatte Anna Schell am Ende die Oberhand.

Thomas Müller und seine Teamkollegen vom Deutschen Fußball-Meister Bayern München kennt jeder. Wie sieht es aber mit den Meistern anderer Sportarten aus? Hallo stellt einige von ihnen in der Serie „Münchner Sportchampions“ vor.

Unterföhring – Ein kurzes Händeschütteln, ein tiefer Blick in die Augen der Gegnerin, voller Fokus – dann ertönt das Signal und Anna Schell weiß, sie wird ihre Kontrahentin mit aller Macht zu Boden bringen. 

Die 26-Jährige ist Ringerin – und das sehr erfolgreich: Schell ist seit zwei Jahren amtierende deutsche Meisterin in ihrer Gewichtsklasse. Seit Anfang des Jahres tritt sie in Kämpfen für den SC Isaria Unterföhring an, macht nebenher ihre Ausbildung zur Polizistin in Dachau. 

Die Kombination von beidem stelle aber kein Problem dar, da sie im Spitzensportlerprogramm der Polizei ist. „So habe ich im Jahr vier Monate, die ich in der Ausbildung verbringe und acht, in denen ich mich rein auf den Sport konzentrieren kann.“ 

„Ich ringe seit ich sechs Jahre alt bin. Damals hat mich mein Bruder dazu bewegt, auch einmal zum Training mitzukommen“ erzählt Anna Schell.

Die Ausbildung dauere so zwar fünf anstelle von zweieinhalb Jahren, aber das störe sie nicht. „Ich ringe seit ich sechs Jahre alt bin. Damals hat mich mein Bruder dazu bewegt, auch einmal zum Training mitzukommen“, erzählt die gebürtige Aschaffenburgerin. 

Dort habe es ihr so gut gefallen, dass sie beschloss, damit weiterzumachen. Was dann folgte, war ein schneller Aufstieg: „Bereits im ersten Jahr habe ich an Turnierkämpfen teilgenommen, bald darauf auch an nationalen Meisterschaften“, erinnert sie sich. 

Heute hat sie einige Erfolge aufzuweisen: 

„Allein dieses Jahr habe ich neben der deutschen Meisterschaft auch den zweiten Platz bei der Europa- und den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft geholt.“ 

Gerade der letzte Erfolg bei der WM spielt für sie eine besondere Rolle: „Damit habe ich mein Ticket für die olympischen Spiele gelöst. Ich kann es immer noch nicht glauben, das ist für mich die größte Auszeichnung von allen.“ 

Nun steht die Vorbereitung auf das olympische Turnier in Tokio nächstes Jahr an: „Meine Trainer und ich arbeiten hart dafür. Ich werde antreten, um zu gewinnen.“ Die Konkurrenz sei extrem stark, dennoch weiß sie: „Wenn ich voll bei der Sache bin und alles gebe, ist die Chance auf den Sieg in jedem Fall da.“

Benedikt Strobach

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