Münchner Sportchamps (6): Eric Patz

Badminton-Ass – Mit links zum deutschen Meister

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Eric Patz hat im Badminton schon einige Meistertitel errungen. Dass er Linkshänder ist, stellt so manchen Gegner vor eine zusätzliche Herausforderung. 

Badminton ist kein Federball! Badminton ist die schnellste Ballsportart überhaupt! Hallo hat Eric Patz besucht, ein Meister dieses Sport...

Thomas Müller und seine Teamkollegen vom Deutschen Fußball-Meister Bayern München kennt jeder. Wie sieht es aber mit den Meistern anderer Sportarten aus? Hallo stellt einige von ihnen in der Serie „Münchner Sportchampions“ vor.

Wenn der Ball den Schläger verlässt, hat er ein Tempo von bis zu 480 Stundenkilometern. „Badminton ist die schnellste Ballsportart“, sagt Eric Patz (49). Und er kennt sich nach über 40 Jahren als aktiver Spieler, davon viele Jahre als Leistungssportler, bestens aus. 

Aktuell ist er in seiner Altersklasse zusammen mit Edeltraud Vonmetz deutscher Meister im gemischten Doppel und Deutscher Vize-Meister im Einzel. In seinem Verein, dem TSV Neuhausen-Nymphenburg, engagiert er sich als Vize-Präsident und Jugendtrainer. Ein weiterer Pluspunkt beim Badminton, „dem professionellen Federball“, wie Patz sagt: „Die Eingangsschwelle ist nicht so hoch.“ 

Allerdings werden die Unterschiede zwischen Hobby- und Leistungssport schnell deutlich: „Federball kann jeder spielen. Man braucht kein Feld, kein Netz und keine Regeln.“ Beim Badminton dagegen gibt es all das – und den Ehrgeiz, als Sieger aus der Halle zu gehen. Dafür trainiert der 49-Jährige zweimal wöchentlich jeweils gut zwei Stunden . 

Seine nächsten Ziele: „Ich hoffe, dass ich bei der nächsten Europameisterschaft 2020 wieder mitspiele.“ Dafür muss er sich bei den Deutschen Meisterschaften im Mai 2020 qualifizieren. Doch dem sieht der Linkshänder gelassen entgegen. „Wenn nichts dazwischenkommt, bin ich sehr zuversichtlich“, sagt Patz und erklärt: „In den Altersklassen kennt man seine Gegner und kann sie gut einschätzen.“ Viele wurden außerhalb des Spielfelds auch längst zu Freunden. 

„Das ist noch etwas, was Badminton ausmacht. Man ist wie eine große Familie – nicht abgehoben oder versnobbt.“ 

Apropos Familie: Der gebürtige Saarländer kam durch seine Eltern, die beide Badminton spielten, als Kind zu dieser Sportart. Durch seinen Beruf als Mikrosystemtechniker verschlug es ihn 1999 nach München. 2003 wurde er Mitglied im TSV Neuhausen-Nymphenburg, der damals in der zweiten Bundesliga spielte. Heute ist der Verein in der ersten Bundesliga aktiv. 

Die nächsten Heimspiele sind am Samstag, 9. November (16 Uhr), und Sonntag, 10. November (14 Uhr), in der Halle an der Stieve­straße 15 (Eintritt: Jugend drei, Erwachsene sechs Euro). 

Ursula Löschau

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