Gesundheit: Verein „Aktivsportwelt“ Pasing

Schwimmen: Deshalb ist Bewegung im Wasser ein Sport für Jedermann

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Um eine stabile Wasserlage zu erreichen, müssen Alexander Borowski und Alicia Martinek mit dem ganzen Körper arbeiten.

In den kommenden Wochen gibt Hallo Tipps rund um das Thema „Fit durch den Sommer“: In dieser Ausgabe beleuchten wir, warum Training im Wasser besonders gesund und effektiv ist.

„Gesund in Serie“ – unter diesem Motto beleuchtet Hallo München wöchentlich Themen der Medizin. Wie Sie fit für den Sommer werden, ist Thema unserer aktuellen Serie. Dieses Mal verraten Experten des Vereins Aktivsportwelt München aus Pasing, warum wir ins Schwimmbad gehen sollten, um fit zu werden.

Bei den aktuell hohen Temperaturen springen viele in den nächsten See. Dass sie dort nicht nur Abkühlung finden, sondern auch etwas für ihre Fitness tun können, wissen Alexander Borowski und Alicia Martinek, Schwimmtrainer beim Pasinger Verein „Aktivsportwelt“. Welche Vorteile das Training im Wasser hat, für wen es besonders geeignet ist und welche Möglichkeiten es gibt, verraten sie in Hallo.

Die Vorteile

Der größte Vorteil ist, dass Schwimmen gelenkschonend ist. Die Belastung ist im Wasser 90 Prozent geringer als an Land. 

„Aber es ist auch eine effektive Art, zu trainieren. Man hat einen sehr hohen Energieverbrauch“, sagt Borowski, der seit zwölf Jahren als Schwimmcoach arbeitet.

Warum Schwimmen so effektiv ist

Das Training sei deshalb so wirksam, weil man immer gegen den Widerstand des Wassers arbeiten müsse, sagt Borowski. „Außerdem belastet man den ganzen Körper“, ergänzt seine Kollegin Martinek. 

Klar, Arme und Beine kommen offensichtlich zum Einsatz. Aber auch die Bauch- und Rückenmuskeln müssten arbeiten, damit der Körper stabil im Wasser liegt, so Martinek. 

Durch den Temperatur­unterschied zwischen Wasser und Luft sei es auch gut für das Herzkreislaufsystem. Darüber hinaus wirkt das vorbei­strömende Wasser wie ein Massagestrahl und kann Verspannungen lösen.

Die Möglichkeiten

„Im Wasser sind eigentlich dieselben Dinge möglich wie draußen“, sagt Borowski. Man kann im Wasser joggen, boxen, Aerobic machen oder sogar auf einem speziellen Wasser-Fahrrad in die Pedale treten. „Es sind dieselben Bewegungen wie an Land – nur gegen den Wasser­widerstand“, so Borowski. 

Aber auch beim klassischen Schwimmen gibt es durch die verschiedenen Stile Delphin, Brust, Rücken und Kraul genügend Abwechslung. Zusätzlich kann man das Training noch durch Gewichte oder sogenannte Paddles, die die Handflächen und so den Wasserwiderstand vergrößern, verschärfen.

Besonders geeignet für...

Für Senioren, Menschen mit Übergewicht oder Reha-Patienten sei Schwimmen besonders geeignet. „Im Wasser geht das Gewicht weg und sie können sich ohne Belastung bewegen“, sagt Borowski. 

Besonders gefragt seien neben Anfängerkursen Kraulkurse für Erwachsene, die aus therapeutischen Gründen (Knieprobleme, Bandscheibenvorfälle) auf diese Schwimmart wechseln wollen, sagt Susanne Faßbender, Schwimmsportleiterin bei Aktivsportwelt.

Andreas Schwarzbauer

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Angebot für Schwimmer in München

Im Vergleich zu anderen Städten sei München mit 14 Bädern der Stadtwerke und zahlreichen Schulschwimmhallen sehr gut ausgestattet, sagt Susanne Faßbender, Schwimmsportleiterin bei Aktivsportwelt. „Dennoch kann teilweise die Nachfrage nach Schwimmkursen und Trainingszeiten nicht abgedeckt werden, da es oft an Fachpersonal mangelt.“ 

Dazu komme, dass die Fixkosten zur Instandhaltung der Bäder, sowie für Schwimmlehrer recht hoch seien. Deshalb seien die Kurse häufig relativ teuer. „Die Stadt wirkt hier aber durch die Schwimmoffensive (kostenlose Schwimmkurse für bestimmte Personenkreise) ganz gut dagegen“, sagt Faßbender.

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