Seit dem Mauerfall wird in Frankenmuth (USA) gefeiert

Wiesn weltweit (2): Oktoberfest mit Münchner Segen

Wiesn in Frankenmuth, USA
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Auch in Frankenmuth (USA) feiern die Amerikaner zünftig in Tracht mit Maßkrug.
  • Romy Ebert-Adeikis
    VonRomy Ebert-Adeikis
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  • Andreas Schwarzbauer
    Andreas Schwarzbauer
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Zum zweiten Mal in Folge müssen die Münchner auf ihre Wiesn verzichten. Doch „Oktoberfeste“ finden inzwischen rund um die Welt statt.

München - Auf jedem Kontinent gibt es Bierfeste, die dem Münchner Original – mal mehr, mal weniger getreu – nacheifern. In unserer Serie „Wiesn weltweit“ nehmen wir und einige reiselustige Münchner Sie mit auf eine Tour durch die Bierzelte der Welt.

Die Wiesn ist in Frankenmuth in den USA gerade zu Ende gegangen. Vom 16. bis 19. September wurde sie in der Kleinstadt in Michigan gefeiert – bereits zum 31. Mal. „Der Mauerfall und die Deutsche Einheit waren für die lokale Handelskammer der Grund, das ‚Frankenmuth Oktoberfest‘ 1990 ins Leben zu rufen“, berichtet Pam Mossner vom Organisationsteam.

Wiesn weltweit: In den USA wird seit dem Mauerfall das Oktoberfest im weiß-blauen Bierzelt gefeiert

Seit 1996 hat das Fest auch den höchsten Münchner Segen. Der damalige Stadtrat sowie OB Christian Ude (SPD) genehmigten Frankenmuth das erste Oktoberfest außerhalb Münchens. Ein Jahr später wurde Hofbräu der offizielle Bier-Sponsor. „Im Schnitt haben wir 260 Bierfässer“, so Mossner.

Das Bierzelt in Frankenmuth (USA) bietet bis zu 5000 Personen Platz.

Durchaus originalgetreu ist auch der Veranstaltungsort: Der Pavillon im Kulturpark Frankenmuth ist einem Bierzelt nachempfunden, hat einen echten Holzfußboden und bietet bis zu 5000 Personen Platz. „Jedes Jahr kommen etwa 10 000 Besucher zum Oktoberfest“, sagt Mossner.

Ein paar Unterschiede gibt es dennoch: Zum deutschen Büfett wird Popcorn gereicht, die Blasmusiker kommen mitunter aus der Schweiz oder Holland. Tradition ist in Frankenmuth auch ein Dackelrennen am zweiten „Wiesn“-Tag.

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