Zu Fuß durch Asien im Westpark

Weltreise durch München (2): Länder des Lächelns – So asiatisch ist unsere Stadt

Die Thai-Sala im Ostasien-Ensemble des Westparks.
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Die Thai-Sala im Ostasien-Ensemble des Westparks.

Dieses Jahr verzichten die meisten auf einen Urlaub in ferne Länder. Wie und wo man auch in der Landeshauptstadt auf exotischen Urlaubsflair trifft, verraten wir in unserer neuen Serie...

  • Hallo nimmt sie auf eine Weltreise mit, ohne die Stadt zu verlassen.
  • In München kommt man zu Fuß beinahe durch ganz Asien.
  • Die Hotspots für asiatische Kultur ohne in den Flieger zu steigen.

Die Durchsage„Ready for boarding“ werden diesen Sommer nur wenige Münchner hören. Auf einen Urlaub in fernen Ländern verzichten die meisten. Für spannende Kulturen und exotisches Essen reichen aber ein paar Schritte vor die eigene Wohnungstüre. In unserer Serie „Weltreise durch München“ nehmen wir Sie mit an die schönsten Reiseziele – und das alles, ohne die Stadt zu verlassen. 

Also: „Fasten your seatbelts, ready for take-off“. Viel Spaß auf Ihrer Münchner Weltreise!

Zu Fuß durch Asien im Westpark

Dieter Meyer ist beinahe täglich in Thailand. Und in Nepal, in China, in Japan. Dabei wohnt Meyer in Sendling-Westpark – mehr als 10 000 Kilometer entfernt von den „Ländern des Lächelns“. 

Der 80-Jährige saß 42 Jahre im örtlichen Bezirksausschuss, ist dort bis heute der unumstrittene Westpark-Experte. In der 60 Hektar großen Anlage befindet sich das Ostasien-Ensemble. Zur Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) 1983 entstand hier nach Plänen des Gartenamts Kanton der erste chinesische Garten Europas. 

Wenige Meter weiter befindet sich der Japanische Garten, entworfen von Gärtnern der Partnerstadt Sapporo. „Das sind wahre Ruheoasen, hier kann man herkommen und meditieren“, sagt Meyer. 

Dieter Meyer genießt die Auszeit am Wasserfall im Pavillon des Japanischen Gartens.

Ein weiteres Highlight ist die Nepal-Pagode. „Sieben Monate lang haben 300 Nepalesen an dem handgeschnitzen Kunstwerk gearbeitet.“ Ein Buddhistischer Verein hält hier regelmäßig Meditationen. 

Die Nepalpagode  im Ostasien-Ensemble des Westparks.

Die Thai-Sala im kleinen See ist eines von Meyers liebsten Fotomotiven. „Wenn das Gold in der Sonne glitzert und sich die Sala im Wasser spiegelt sieht das wunderschön aus.“ Jährlich wird hier auch das Vesakh-Fest gefeiert, das bedeutendste Fest im buddhistischen Jahreskalender. Heuer musste es coronabedingt ausfallen. 

Die Thai-Sala im Ostasien-Ensemble des Westparks.

Chinesischer Turm als Touristenattraktion

Doch nicht nur im Westpark ist asiatische Kultur vertreten. Das wohl bekannteste Stück Architektur findet sich als Hotspot in jedem Touristenführer: der chinesische Turm im Englischen Garten. Gebaut wurde die etwa 25 Meter hohe Pagode in den Jahren 1789/90. 

Im Biergarten sitzt man aber schon lange nicht mehr unter dem Original, da es in der Vergangenheit mehrmals abbrannte. Zum 200. Geburtstag des Englischen Gartens wurde 1989 der Kocherlball wiederbelebt: An jedem dritten Sonntag im Juli tanzen die Münchner ab sechs Uhr morgens unter dem Turm. Doch auch diese Tradition muss in diesem Jahr wegen der Pandemie ausfallen. 

Hier noch einige Facts

  • 3037 Japaner und 8941 Chinesen leben in München.
  • 46 volle Tage würde es theoretisch dauern, mit dem Radl nach Bangkok zu fahren. 
  • Lieblingsrestaurant der Autorin: Rabiang an der Georgenschwaigstraße. Hot Pot probieren!

dbo

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