Weltreise durch München (4)

Ein Stück Indien am Morgen - Täglicher Yoga-Baum

Jyoti Joshi bei der Yogaübung „Baum“ in der Nähe des Lerchenauer Sees.
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Jyoti Joshi bei der Yogaübung „Baum“ in der Nähe des Lerchenauer Sees.

Dieses Jahr verzichten die meisten auf einen Urlaub in ferne Länder. Wie und wo man auch in der Landeshauptstadt auf exotischen Urlaubsflair trifft, verraten wir in unserer neuen Serie...

  • Hallo nimmt sie auf eine Weltreise mit, ohne die Stadt zu verlassen.
  • Kunstausstellung im Lenbachhaus thematisiert das Leben in Indien
  • Warum Yoga etwas für jeden ist. 

Die Durchsage„Ready for boarding“ werden diesen Sommer nur wenige Münchner hören. Auf einen Urlaub in fernen Ländern verzichten die meisten. Für spannende Kulturen und exotisches Essen reichen aber ein paar Schritte vor die eigene Wohnungstüre. In unserer Serie „Weltreise durch München“ nehmen wir Sie mit an die schönsten Reiseziele – und das alles, ohne die Stadt zu verlassen. Also: „Fasten your seatbelts, ready for take-off“. Viel Spaß auf Ihrer Münchner Weltreise!

Weltreise in München: "Yoga ist Verbindung zwischen verschiedenen Ländern"

Ein Morgen von Jyoti Joshi startet mit einer 30-minütigen Yoga-Sitzung – erst dann beginnt ihr Alltag. Seit acht Jahren lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in der Nähe des Lerchenauer Sees. Yoga macht sie seit ihrer Kindheit, inspiriert durch ihren Vater. „In Indien ist es ein maßgeblicher Teil des Alltags“, erklärt sie. Yoga sei nicht nur ein Hobby, sondern vielmehr etwas, das man erfährt. Der eine suche darin Meditation, der andere Herausforderungen für den Körper. Für manche sei es Fitness, andere stärken hingegen ihre Konzentration. „Yoga ist eine gute Verbindung zwischen verschiedenen Ländern“, findet die promovierte Literaturwissenschaftlerin. 

Indien in München: Yoga während der Corona-Pandemie

Als Selbstständige gibt sie online Seminare und Vorlesungen über das Thema. Joshi: „Es schauen Leute aus der ganzen Welt zu, das ist eine tolle Plattform“. Und das Beste daran: „Yoga kann jeder machen – von vier bis 90 Jahren“. Einmal in der Woche, immer montags nach der Schule, gibt sie im Treff Lerchenau außerdem Kinder-Yoga-Kurse. Weil das so gut in der Nachbarschaft ankommt, soll es bald auch einen Kurs für Frauen geben. „Ich möchte dadurch etwas zurückgeben, was jeder nutzen kann.“ München sei für sie nämlich eine Stadt voller Offenheit für verschiedene Kulturen. Gerade jetzt, während der Corona-Pandemie, könne Yoga vielen Menschen helfen. „Man kann nicht wegfahren oder sitzt im Home Office. Es gibt keine bessere Zeit, um damit anzufangen“, findet Joshi. 

Weltreise durch München: Nichts tun in bella Monaco – Einen Tag italienischen Müßiggang und Essen

Kunst im Lenbachhaus: Ausstellung von Sheela Gowda

Das Lenbachhaus zeigt derzeit die deutschlandweit erste museale Einzelausstellung von Sheela Gowda. Die indische Künstlerin verwendet für ihre raumfüllenden Installationen dabei landesspezifische Materialien wie Kuhdung, Kumkum-Pulver, Kokosfasern, Haare oder Fäden und verbindet Vorstellungen von Handwerk und Alltagsgebrauch mit poetischer Aufladung und bezieht sich auf das städtische wie ländliche Leben in Indien

Das Lenbachhaus zeigt derzeit eine Ausstellung der indischen Künstlerin Sheela Gowda. 

Die Ausstellung „SHEELA GOWDA. IT.. MATTERS“ findet bis zum 18. Oktober im Lenbachhaus, Luisenstraße 33, statt.

Indien in München: Hier noch einige Fakten

  • 11 109 Inder leben derzeit in München.
  • 29 volle Tage würde es theoretisch dauern, mit dem Radl nach Neu-Dehli zu fahren. 
  • Lieblingsrestaurant: Das Maharani am Rudi-Hierl-Platz.

Kassandra Fischer

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