Münchner Sportchampions (11): Traudl Gilger und Ulrike Günthert

Ski-Seniorinnen sausen zum Sieg – So erfolgreich sind die Münchner Rennfahrerinnen

Ulrike Günthert fährt bei den deutschen Meisterschaften regelmäßig auf die vorderen Plätze.
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Ulrike Günthert fährt bei den deutschen Meisterschaften regelmäßig auf die vorderen Plätze.

Unglaublich wie erfolgreich diese beiden Seniorinnen im Ski-Rennenfahren sind. Die Münchnerinnen Traudl Gilger (75) und Ulrike Günthert (64) erzählen, wie sie dazu gekommen sind...

Thomas Müller und seine Teamkollegen vom Deutschen Fußball-Meister Bayern München kennt jeder. Wie sieht es aber mit den Meistern anderer Sportarten aus? Hallo stellt einige von ihnen in der Serie „Münchner Sportchampions“ vor.

München – Sieben große Vitrinen voll mit Medaillen und Pokalen hat Familie Gilger in ihrem Keller in Aubing stehen. Den Großteil der Auszeichnungen gewann Traudl Gilger (kl. Foto oben). 

Die 75-Jährige ist eine extrem erfolgreiche Skifahrerin im Seniorenbereich. Seit 1985 konnte sie bei den Weltmeisterschaften 17 Mal Gold, 28 Mal Silber und neun Mal Bronze erfahren und gewann zudem zwölf Mal den Gesamtweltcup. 

Seit 1985 konnte Traudl Gilger (Foto: 1.Potest) bei den Weltmeisterschaften 17 Mal Gold, 28 Mal Silber und neun Mal Bronze holen. 

„Mir macht es Spaß, mich mit den anderen zu messen und zu sehen, wie gut ich bin“, sagt sie. Auch die Landschaft und der weite Blick im Gebirge faszinieren sie. Deshalb ist sie dort nicht nur auf zwei Brettern unterwegs, sondern regelmäßig auch mit Wanderschuhen. 

Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie bereits auf allen Kontinenten verschiedene Gipfel wie den Kilimandscharo oder den fast 6800 Meter hohen Huascaran in Peru bestiegen. „Für mich war Sport schon immer mein Leben. 

Am Skifahren reizen sie die weite Landschaft, aber vor allem auch der Wettkampf mit den Konkurrentinnen. 

Ich habe seit meiner Kindheit ständig irgendwie trainiert“, sagt Gilger. Zunächst turnte sie wettkampfmäßig und lief Rennen. Erst mit 18 Jahren entdeckte sie das Skifahren für sich. Ganz anders ist es bei Ulrike Günthert. 

Die 64-Jährige aus Neuhausen-Nymphenburg steht seit ihrer Kindheit auf Skiern und holte bei den diesjährigen deutschen Meisterschaften drei Titel. Bei der Weltmeisterschaft im französischen Megeve im März gewann sie eine Bronzemadaille im Riesenslalom, auf die sie besonders stolz ist. 

Nachdem sie seit ihrer Jugend in der Freizeit als Skilehrerin tätig war, kam sie mit Mitte 30 durch ihren Mann zum Rennsport. „Die Bewegung und die Geschwindigkeit reizen mich“, sagt sie. Außerdem gefällt ihr die Atmosphäre zwischen den Sportlern. 

„Man lernt Leute aus allen Ländern kennen, die mit großem Enthusiasmus dabei sind, und sieht sie immer wieder bei den Rennen.“ Dadurch seien schon einige Freundschaften entstanden. Das bestätigt auch Gilger. 

„Man sitzt nach den Rennen mit den anderen zusammen, ratscht und tanzt.“ Die Rennen finden auf der ganzen Welt statt. Doch auf die Wettkämpfe außerhalb von Europa verzichten die beiden Münchnerinnen wegen des großen Aufwands weitgehend. 

Andreas Schwarzbauer

Die weiteren Teile unserer Serie lesen Sie hier: 

Teil 1: Hovercraft-Europameister Mario Kohl

Teil 2: 800-Meter-Läuferin Christina Hering

Teil 3: Die Judo-Meisterinnen Elisabeth Pflugbeil, Samira Bock und Bettina Bauer

Teil 4:Drachenboot-Weltmeister Marc Preiß

Teil 5: Karatekämpferin Michaela Rein

Teil 6: Badminton-Ass Eric Patz

Teil 7: 400-Meter-Läufer Sebastian Kleiner

Teil 8: Ringerin Anna Schell

Teil 9: Bowler Daniel Duda

Teil 10: Kickbox-Weltmeisterin Marie Lang

Teil 11:Ski-Rennfahrerinnen Traudl Gilger und Ulrike Günthert

Weitere aktuelle Nachrichten aus den Stadtteilen: 

Ihr Viertel ist nicht dabei? Eine große Auswahl weiterer Lokalthemen finden Sie in unserer Übersicht.

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