200 Jahre städtische Friedhöfe: Der Lochhauser Friedhof

Besonders lange Ruhezeiten

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Der Friedhof in Lochhausen wurde 1927 gegründet. Er umfasst eine Fläche von 1,3 Hektar und beherbergt circa 1200 Gräber.

Lochhausen – Neben den besonderen Bodenbegebenheiten in der Region, birgt der Lochhauser Friedhof noch weitere Mythen und Geheimnisse. Welche das sind und wer hier begraben liegt, lesen Sie hier.

Jubiläum „200 Jahre städtische Friedhöfe“: In der Hallo-Serie stellen wir Gesichter, Anekdoten und Besonderheiten der bekanntesten Münchner Gottesäcker vor. Heute: der Lochhauser Friedhof.

Um die Kirche St. Michael erweitern zu können, musste der ursprüngliche Friedhof rund um das Gotteshaus herum weichen. Die Gemeinde kaufte deshalb als Ersatz für rund 3900 Reichsmark einem Langwieder Landwirt ein Grundstück ab und widmete es 1927 zum Friedhof um. 1928 entstand die Aussegnungshalle. Das alte Leichenhaus wurde in eine Notwohnung umgewandelt. 

Eine Besonderheit des Friedhofs ist, dass die Ruhefrist doppelt so lang wie auf vielen anderen Friedhöfen ist. Das liegt laut Verwalter Anton Hermann am Lochhausener Boden: „Die Verwesung geht im luftdichten Lehm nicht so schnell.“ 

Prominente, die dort bestattet wurden, sind Schauspieler und Regisseur Erich Kleiber und Schriftsteller Max Rohrer, der Romane über die Völkerwanderung und die Kinderkreuzzüge schrieb.

Andreas Schwarzbauer

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