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Mediziner am Mikro (3): Hier gibt es Informationen und Unterhaltung

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Von: Romy Ebert-Adeikis

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Handchirurg Michael Lehnert (v.re.) und Journalist Michael Schacht im Podcast-Gespräch mit dem Stardirigenten Daniel Barenboim.
Handchirurg Michael Lehnert (v.re.) und Journalist Michael Schacht im Podcast-Gespräch mit dem Stardirigenten Daniel Barenboim. © privat

Die Münchner Podcasts „Wie geht‘s uns denn heute?“ und „Live smart stay healthy“ geben wichtige Medizin-Infos gepaart mit Lifestyle-Themen und Unterhaltung.

„Gesund in Serie“ – unter diesem Motto beleuchtet Hallo München wöchentlich Themen der Medizin. In unserer aktuellen Serie stellen wir die Macher hinter Medizin-Podcasts aus München vor. Dabei ist das Spektrum der Beiträge – die auf Spotify, iTunes und anderen Portalen zu finden sind – breit gefächert: Vom Blick hinter Krankenhaus-Kulissen über Informationsangebote bis zu Gesundheits-Gesprächen mit Prominenten.

Im dritten und letzten Teil der Serie stellt Hallo die Podcasts zweier Münchner Ärzte vor, die Information und Unterhaltung verbinden. Wen sie mit ihrem Angebot erreichen wollen und welche besonderen Gesprächspartner sie für ihre Beiträge haben, verraten die beiden Ärzte hier.

*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Münchner Podcast „Wie geht‘s uns denn heute?“: Arzt und Journalist sprechen mit Prominenten

„Wie geht‘s uns denn heute?“ Das ist nicht nur der Name des Podcasts von Handchirurg Dr. Michael Lehnert und dem Journalisten Michael Schacht, sondern auch die Einstiegsfrage in jedes ihrer bisher 27 Gespräche. „Dann haben die Leute sofort offen von sich erzählt“, erklärt Lehnert, der in der Münchner Atos-Klinik seine Sprechstunde anbietet.

Er und Schacht haben seit Ende 2020 aber nicht irgendwen vors Mikrofon geholt. Sondern Prominente wie Jürgen von der Lippe, Ulrich Tukur oder David Garrett, die über sich und ihre Zipperlein – nicht nur an der Hand – sprechen. „Alles Menschen, die uns viele Jahre privat oder beruflich begleitet haben“, sagt Lehnert. Die meisten Gespräche fanden in Lehnerts Arztzimmer statt. „Mit einer Matratze an der Wand für die bessere Akustik“, verrät der Mediziner. Am meisten beeindruckt hat ihn Entertainer Jorge Gonzalez: „Ich hatte ihn immer als Spaßvogel in High Heels vor Augen, dabei ist er hochintellektuell.“

Medizin-Podcast: Plauderei mit Promis soll medizinische Sachverhalte an die Leute bringen

Bis zu 5000 Personen lauschen den Interviews, die 40 bis 60 Minuten dauern. So berichtet Schauspielerin Christine Neubauer vom Umgang mit der chronischen Krankheit Morbus Becherew oder Bond-Snychronsprecher Dieter Wunder von der richtigen Pflege für die Stimme. „Ich habe festgestellt, dass für manche medizinische Sachverhalte im Praxisalltag nicht genug Zeit ist“, erklärt Lehnert sein Anliegen. Darum habe er ein Buch geschrieben, parallel den Podcast gestartet.

„Leider ein teures Hobby“, muss der Orthopäde aber zugeben. Denn die Folgen wurden professionell produziert. „Im Moment pausieren wir deshalb und suchen nach einem Sponsor“, sagt Lehnert.

Podcast „Live smart stay healthy“: Arzt will Jüngere zum gesunden Leben motivieren

Seinen Alltag gesund gestalten – das ist das Steckenpferd von Allgemeinmediziner Dr. Christoph Pooth. Seit Mitte 2020 widmet er sich diesem auch in seinem Podcast „Live smart stay healthy“. „Meine Frau und ich haben ihn ins Leben gerufen, um auch jüngere Patienten mit Themen wie Vorsorgeuntersuchungen oder einer gesunden Lebensweise zu erreichen.“

Allerdings nicht mit erhobenem Zeigefinger: „Wir machen es nicht bierernst. Aber wir belächeln auch nichts“, betont Pooth, der in München und Gräfelfing Arztpraxen betreibt. In viertel- bis halbstündigen Episoden spricht er über Medizinisches wie über Lifestyle-Themen, etwa Resilienz oder Veganismus. Pooth: „Unser Motto: Informationen aus erster Hand, aber nicht von Dr. Google.“

Medizin gepaart mit Lifestyle-Themen: Ratschläge und Informationen aus erster Hand

Dabei holt er sich gerne Gesprächspartner ans Mikrofon, interviewt andere Kollegen, Sportler oder auch den Bäcker von nebenan zu Glutenunverträglichkeit und den Auswirkungen auf die Herstellung von Brot und anderen Leckereien. „Das mit den Gästen hat sich so ergeben, zum Beispiel, weil diese bei uns Patienten waren“, erzählt der Mediziner.

Drehbuch, Aufnahme, Schnitt – seinen Podcast macht Pooth in seiner Praxis komplett selbst. Je 5000 bis 6000 Hörer haben die bisher 38 Episoden erreicht. Zuletzt musste der Podcast allerdings wegen Corona eine Pause einlegen. Interviews konnten nicht persönlich stattfinden. „Und über andere Wege bekommt man Probleme mit dem Ton“, erklärt Pooth. Aber: „In Kürze wollen wir wieder richtig durchstarten.“

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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