200 Jahre städtische Friedhöfe: Der Friedhof am Isarhochufer

Münchens kleinste Ruhestätte

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Derzeit sind alle Grabstätten auf dem schmucken Bogenhauser Friedhof belegt.

Bogenhausen – Klein aber fein: Diese Beschreibung scheint perfekt auf den schmucken Friedhof am Isarjochufer zuzutreffen. Wer dort begraben liegt und was diesen Ort noch besonders macht...

Jubiläum „200 Jahre städtische Friedhöfe“: In der Hallo-Serie stellen wir Gesichter, Anekdoten und Besonderheiten der bekanntesten Münchner Gottesäcker vor. Heute: der Friedhof am Isarhochufer.

Der schmucke Friedhof am Isarhochufer ist der kleinste in ganz München – aber auch einer der begehrtesten. Weil vor einigen Jahren die Nachfrage vor allem unter Promis offenbar so groß war, sich in Bogenhausen neben Erich Kästner, Liesl Karlstadt, Oskar Maria Graf oder Rainer Werner Fassbinder beerdigen zu lassen, hat die Stadt München eine Alternative mit dem Künstlerfriedhof am Waldfriedhof geschaffen, wo besonders bekannte Persönlichkeiten bestattet sind.

Denn die 243 Grabstätten des Bogenhausers Friedhofs sind derzeit alle belegt. Überhaupt sind in den vergangenen drei Jahrzehnten in Bogenhausen nur vereinzelt Gräber frei geworden, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Das ist auch der Grund, warum viele Bogenhauser Bürger, die berechtigt wären, sich dort begraben zu lassen, auf einen anderen Friedhof ausweichen müssen – meistens den Ostfriedhof oder den Nordfriedhof. Berechtigt ist auch nur, wer zum Todeszeitpunkt mindestens 30 Jahre lang durchgängig einen Hauptwohnsitz im Bestattungsbezirk hatte.

Hanni Kinadeter

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