Um auf neuestem Stand zu bleiben

100 Millionen Euro für die Bildung

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Alexander Spitzner präsentiert einen Roboterarm, den die Teilnehmer am Computer programmieren können.

Ein neues Gebäude und ständige Investitionen in Schulungsangebote sollen die Qualität im Handwerk sichern. Hallo hat die Details...

Ein wichtiges Thema, um wettbewerbsfähig zu bleiben und die Qualität im Handwerk zu sichern, ist die Weiterbildung. 100 Millionen Euro will die Handwerkskammer (HWK) für München und Oberbayern in den kommenden Jahren im Bereich Bildung investieren. 

Denn: „Das Handwerk hat sich in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt“, sagt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der HWK, Dieter Vierlbeck. Viel Geld fließt in das Bildungszentrum am Ostbahnhof.

Mehr als zehn Millionen für Neubau

An der Friedenstraße entsteht für deutlich mehr als zehn Millionen Euro ein Neubau. Er soll die neue Aus- und Weiterbildungsstätte für die Zahn- sowie die Landmaschinentechniker werden. 

Beide Bereiche hätten sich durch die Digitalisierung stark verändert: 3D-Drucker stellen Zahnprothesen her und auf den Feldern sind programmierbare, selbstfahrende Erntemaschinen unterwegs. 

„Die Berufe sind vielfältiger geworden“

 Das müsse auch das Bildungszentrum abbilden, damit es weiterhin genügend qualifizierte Fachkräfte gebe. Außerdem soll es dort künftig auch Angebote für die Bäcker geben. 

Derzeit gebe es zwar eine Akademie in Lochham, aber dort sei eine Erweiterung schwierig. Zudem sei die Lage am Ostbahnhof besser. 2024/25 soll das neue Gebäude fertig sein, hofft Vierlbeck. Doch am Bildungszentrum stehen ständig hohe Investitionen an. 

Neuester Stand ist wichtig

„Das ist nötig, um das, was die Firmen an Hightech benötigen, auch abbilden zu können“, sagt Alexander Spitzner vom Bildungszentrum. Um beispielsweise bei der Programmierung von Förderbändern und Roboterarmen auf dem neuesten Stand zu sein, investiert die Handwerkskammer nächstes Jahr zwischen 700 000 und einer Million Euro. 

Mit den Angeboten des Bildungszentrums sollen sich die Handwerker spezialisieren oder auf neue Herausforderungen reagieren können. Viele Kurse behandelten Querschnittthemen. Denn: „Viele Gewerke verschmelzen und wachsen zusammen“, so Spitzner. 

Beispielsweise wollen Kunden ihre Heizung programmieren können, sodass ein Heizungsinstallateur im Idealfall auch Haustechniker ist. Wer dies anbieten kann, hebe sich von den Konkurrenten ab. 

A. Schwarzbauer

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