Modernste Medizintechnik in München

Herzstück der Gefäßchirurgie – Herzkatheter-Anlage in Neuperlach

Der große Monitor im Herzkatheterlabor zeigt Professor Dr. Stefan Sack (li.) und Oberarzt Dr. Alexander Illmann unter anderem, an welcher Stelle eines verengten Gefäßes ein Stent am meisten nützt (siehe Detail re.).
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Der große Monitor im Herzkatheterlabor zeigt Professor Dr. Stefan Sack (li.) und Oberarzt Dr. Alexander Illmann unter anderem, an welcher Stelle eines verengten Gefäßes ein Stent am meisten nützt.

Diesmal in der Hallo-Gesundheits-Serie: Kardiologie- Chefarzt Professor Dr. Stefan Sack erklärt, was für Vorteile die Herzkatheteranlage „Azurion“  hat.

  • Hallo stellt die Modernste Medizintechnik in München vor
  • Die Herzkatheter-Anlage in Neuperlach „Azurion“ bietet bessere Therapie
  • Professor Dr. Stefan Sack erklärt das Herzstück der Gefäßchirurgie

„Gesund in Serie“ – unter diesem Motto beleuchtet Hallo München Themen der Medizin. Gerade stellen wir die neuesten technischen Errungenschaften in Münchens Medizinwelt vor – etwa die Herzkatheteranlage „Azurion“ in der München Klinik Neuperlach. Warum diese die Arbeit für die Ärzte übersichtlicher macht und für eine bessere Therapie bei Gefäßverengungen sorgt, erklärt Kardiologie- Chefarzt Professor Dr. Stefan Sack.

Jedes Herzkranzgefäß ist individuell. Umso mehr gilt das für die Beschwerden, mit denen Patienten in die München Klinik Neuperlach kommen: Bei manchen ist ein Gefäß gerissen, bei vielen anderen sorgen Ablagerungen für Engstellen und damit Infarktgefahr. 

„Aber man kann nicht re­flexartig überall einen Stent implantieren. Es kann immer Komplikationen geben“, sagt Professor Stefan Sack, Chef-Kardiologe an der München Klinik Neuperlach. 

Nur dort zu behandeln, wo es wirklich nötig ist

Wo das Einsetzen einer solchen Gefäßprothese besonders sinnvoll ist, können die Ärzte in Neuperlach jetzt deutlich besser beurteilen. Mit einem hauchdünnen Draht können sie den Druck im Gefäß messen. 

Dabei hilft ihnen die neue Herzkatheter-Anlage „Azurion“, die im Zuge einer Innovationspartnerschaft (siehe unten) eingerichtet wurde. Auch im Klinikum Bogenhausen gibt es das System schon. 

„Diese macht es durch eine präzise Gefäßdarstellung für uns einfacher, nur dort zu behandeln, wo es wirklich nötig ist“, sagt der Chefarzt. So konnte bisher nur an einzelnen Stellen gemessen werden, wie sich der Gefäßdruck durch das Einsetzen eines Stents verändert. 

Über den Monitor kann angezeigt werden, an welcher Stelle eines verengten Gefäßes ein Stent am meisten nützt.

„Jetzt können wir für das Gesamtgefäß berechnen lassen, wo die Problemstellen liegen und wie viel Verbesserung ein Stent bringt.“ Aber auch aus anderen Gründen erleichtert das neue Herzkatheterlabor den Ärzten die Arbeit. 

Praktisch und zeitsparend

„Früher hatten wir vier einzelne Geräte, auf die wir alle gleichzeitig achten mussten“, erinnert sich Sack. „Jetzt sind alle in ein System integriert. Wir haben nur einen großen Monitor, auf dem wir zwischen den Bildern hin- und herschalten können. Das ist praktischer und spart auch Zeit.“ 

Circa 1000 Patienten werden jedes Jahr in dem neuen Herzkatheter-OP behandelt, manche dafür auch gezielt überwiesen. „Das ist natürlich abhängig von der Komplexität der Erkrankung. 

Wenn es im Gefäß nur eine Engstelle gibt und die ist gut zu sehen, muss man nicht zwingend mit ‚Azurion‘ arbeiten“, so der Chef-Kardiologe. Mit den Kosten für den nötigen Umbau in der Klinik hat die Herzkatheter-Anlage circa 1,3 Millionen Euro gekostet.

Hier geht es zur neuen Hallo-Serie.

Innovationspartnerschaft mit Philips

50 Millionen Euro investieren die München Kliniken bis 2026 in die Digitalisierung und Modernisierung ihrer Einrichtungen. Dafür haben die Kliniken eine Innovationspartnerschaft mit dem Gerätehersteller Philips vereinbart. 

Davon sollen über 200 medizintechnische Systeme erneuert werden, damit Diagnosen schneller, präziser und schonender gestellt werden können. 

Dazu gehören neben dem Herzkatheterlabor „Azurion“ auch hochmoderne Magnetresonanz – und Computertomographen, Ultraschallsysteme sowie digitale Röntgensysteme.

rea

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