München neue Quartiere: Die Paul-Gerhardt-Allee in Pasing

Action-Sport-Zentrum als neue Heimat für die Skater

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Fabian Lang vom Verein "Skateboarding München" freut sich auf die neue Halle in der denkmalgeschützten Eggenfabrik. 

München Skater müssen seit mehr als zehn Jahren auf eine Halle verzichten. Nun freuen sie sich, dass in der Eggenfabrik ein neues Angebot für sie entsteht. Bis dahin müssen sie allerdings noch ein paar Jahre überbrücken. 

Endlich bekommen Münchens Action-Sportler ein Zuhause. Am Rande des neuen Quartiers an der Paul-Gerhardt-Allee in Pasing entsteht bis 2022 ein Action-Sport-Zentrum. Fabian Lang vom Verein „Skateboarding München“ wartet schon sehnsüchtig darauf. Denn: „Derzeit müssen wir in München auf einen milden Winter hoffen.“

Im Freien gibt es zwar zahlreiche Anlagen. „Im Sommer sind wir wunderbar ausgestattet“, sagt Lang. Aber sobald es kalt und nass wird, bekämen die Skater ein Problem. „Seit der Schließung der Halle im Euro-Industriepark vor mehr als zehn Jahren gibt es in München keine Möglichkeiten mehr, drinnen zu skaten.“ Die Sportler weichen deshalb in Parkhäuser und U-Bahnhöfe aus.

Nächstgelegenen Hallen sind weiter weg

Die nächstgelegenen Hallen sind in Freising, Pfaffenhofen oder Innsbruck. Die Anreise sei oft beschwerlich und langwierig, denn ein Großteil der Skater sei noch jung und hätte keinen Führerschein. „Viele nehmen die weite Anfahrt im Winter trotzdem in Kauf, weil die Hallen groß und gut sind und wenig Eintritt kosten“, sagt Lang.

Deshalb werde es höchste Zeit, dass es in München eine Halle gebe, so Lang. Die Skateboarder haben gemeinsam mit den BMX-Fahrern und Parcours-Sportlern am Konzept mitgearbeitet. „Uns war wichtig, dass etwas kommt, das keine Übergangslösung ist, sondern Bestand hat und sozialverträgliche Eintrittspreise bietet. Denn viele Skater leben noch vom Taschengeld“, sagt Lang.

Verzweifelte Suche nach einer Zwischenlösung

Jede Sportart hat in dem Zentrum eigene Flächen. Für die Skater entsteht in der denkmalgeschützten Eggenfabrik eine Street-Fläche, die einem städtischen Umfeld nachempfunden ist, mit Rampen, Treppen und Geländern. Parcours- und BMX-Sportler bekommen Flächen in einem 3000 Quadratmeter großen zweistöckigen Neubau nebenan. 

Bis das Action-Sport-Zentrum allerdings fertig ist, dauert es noch einige Winter. Deshalb suchen die Skater derzeit eine Zwischenlösung. Zwar habe der Verein viel Zeit und Geld investiert, aber bislang gebe es kein Ergebnis. Die Möglichkeit das Backstage zu nutzen, klappte nicht. Mit den Eigentümern einer abrissreifen Industriehalle waren die Verhandlungen schon so weit, dass die Skater bereits Rampen hineingestellt hatten, aber letztendlich platzte die Vereinbarung. Andreas Schwarzbauer

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