Münchens neue Quartiere: Der Südpark in Sendling

Bis 2019 soll der Südpark stehen

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Die Gewofag errichtet an der Boschetsriederstraße 389 Wohnungen.

Obersendling – Im Südpark treffen Feng-Shui Apartments auf einkommensgeförderte, bezahlbare Wohnungen und ein Familienzentrum

Kreativ, modern, innovativ und versehen mit dem gewissen Etwas. In dieser Serie gibt Hallo einen tiefen Einblick in Münchens ganz neue Quartiere.

Eines der größten Bauprojekte im Münchner Süden geht in die heiße Endphase. Das rund acht Hektar große ehemalige E.on Gelände zwischen Drygalskiallee, Kistlerhof- und Boschetsrieder Straße wurde in den letzten Jahren zu einem neuen Stadtquartier entwickelt. Geplant war, einen attraktiven Wohn- und Arbeitsstandort mit Grün- und Freiflächen zu schaffen. Der Bau startete im Februar 2016. Seither ist viel passiert.

Ein Großteil der Fläche befindet sich in Privateigentum. Diesen Teil entwickelten die beiden Unternehmen Accumulata und Concept-Real. Das angrenzende Grundstück der Stadt München wurde von der Gewofag bebaut.

Der Südpark im Stadtviertel Sendling umfasst eine Fläche von 8,1 Hektar und bietet Platz für rund 2500 Anwohner in 1100 Wohnungen. Nähere Informationen unter: https://bit.ly/2UhquOX

Entlang der Kistlerhofstraße entstand das urbane Zentrum des neuen Stadtquartiers am Südpark – genannt „Südwink“. Die Accumulta investierte rund 100 Millionen Euro in eine Mischung aus Wohnungen und Gewerbeflächen. 151 voll möblierte Studentenapartments wurden errichtet. Die Warmmieten für die 20 bis 39 Quadratmeter großen Apartments beginnen bei 650 Euro – eingerichtet nach Feng-Shui. Seit Ende 2017 kann man die Wohnungen beziehen. Laut einer Sprecherin der Accumulata sind inzwischen rund 80 Prozent vermietet. Wohnen und Versorgung sollten unter einem Dach stattfinden. Deshalb befinden sich auf den 18 600 Quadratmetern Geschossfläche unter anderem ein Ärztehaus, ein Supermarkt und eine Bäckerei. Das „Südwink“ sollte auch als Bürostandort fungieren. 70 Prozent der Gewerbeflächen sind momentan vermietet.

Dr. Klaus-Michael Dengler ist Sprecher der Geschäftsführung der Gewofag.

Die Concept Real investierte rund 350 Millionen Euro in das Quartier im Münchner Südwesten. Damit plante das Unternehmen etwa 940 Wohnungen – ein Großteil davon zur Miete und einige zum Kauf. Laut Stefan Günster von der Concept Real sind 300 Wohnungen bereits fertiggestellt und übergeben. Die restlichen Wohnungen sind zu 75 bis 80 Prozent fertiggestellt. Im Frühsommer 2019 soll das Projekt für die Concept Real dann beendet sein.

Auch an der Boschetsriederstraße werden Wohnungen errichtet. Auf rund 21 200 Quadratmetern Wohnfläche entstehen insgesamt 389 Wohnungen, dabei soll der soziale Aspekt im Vordergrund stehen: 75 Apartments werden einkommensorientiert gefördert, 51 Wohnungen werden an Wohnungssuchende im Rahmen des München-Modells vermietet, weitere 114 im Rahmen des konzeptionellen Mietwohnungsbaus – damit sollen sich Bewohner auf stabilere Mieten verlassen können. Zwei sogenannte Flexiheime umfassen zusätzliche 149 Wohnungen. In Flexiheimen finden Menschen eine Bleibe, die ansonsten Schwierigkeiten auf dem Wohnungsmarkt haben.

„Mit unserem Bauvorhaben am Südpark schaffen wir wieder neue bezahlbare Wohnungen, die München so dringend benötigt“, sagt Dr. Klaus-Michael Dengler (Foto), Sprecher der Geschäftsführung der Gewofag. Zusätzlich wird ein Haus für Kinder, ein Familienzentrum und ein Bewohnertreff gebaut. Fertiggestellt soll das 108 Millionen Euro teure Quartiersprojekt in Obersendling dann voraussichtlich Ende 2019 werden.

Sophia Oberhuber

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