Hallo Bayern 2019

Die "bayrische Quadratratschn" Susi Chmiel im Interview

Die "bayrische Quadratratschn" Susi Chmiel

Wir freuen uns sehr, die Bloggerin und Journalistin Susi Chmiel alias „Bayrische Quadratratschn“ als Super Ratschn für unsere „Hallo Bayern - der Messe für das bayerische Lebensgefühl“ an Bord zu haben. Auch für unseren Radiospot hat sie und ihre Stimme geliehen. Als echtes Münchner Kindl lebt sie Heimatgefühl mit vui Gaudi und Lebensfreude. An den beiden Messetagen ist unsere Super Ratschn für Euch unterwegs und macht Interviews mit unseren Ausstellern.

Bis Ihr Sie live bei uns treffen könnt, lest das Interview mit ihr! Wir waren ganz schön neugierig.

Wir sind sehr glücklich, dich als unsere Super- Ratschn von unserer Messe „Hallo Bayern“ begrüßen zu dürfen. Wir haben keine Schirmherrin, dafür aber dich, unsere Super-Ratschn. 

Was reizt dich an der Zusammenarbeit mit uns? Worauf freust du dich? 

Ich freue mich, mit Euch am Start zu sein! Die Messe wird Kreative und Macher aus dem bayerischen Raum präsentieren – und das passt natürlich wie die Faust aufs Auge zu meiner Arbeit. Es werden viele spannende Aussteller vor Ort sein, die man sonst auf wirklich keiner Messe antrifft; schon allein das macht die Messe so interessant. Ich persönlich finde es immer wieder faszinierend, wie viele tolle Ideen in Bayern entstehen – und eine Messe gibt eben auch die Möglichkeit, diese heimischen Produkte zu testen, in die Hand zu nehmen … und auch mit den kreativen Köpfen hinter diesen Produkten direkt ins Gespräch zu kommen. Und das wird dann auch Teil meiner Zusammenarbeit mit Euch sein: ich werde den Ausstellern auf den Zahn fühlen, mit ihnen über ihre Produkte sprechen – und bestimmt wird auch eine gehörige Portion Gaudi mit dabei sein! 

Du bist ja ein echtes Münchner Kindl, sogar deine Eltern sind in München geboren. Deswegen eine Frage an die Expertin: Was ist für dich bayerisches Lebensgefühl? 

Ich bin natürlich voreingenommen, aber Bayern und speziell München sind für mich die schönsten Fleckerl der Erde – und ich habe schon einige schöne Orte gesehen. Die Mischung aus uriger Gemütlichkeit, Liebe zur Tradition, einer Prise bayerischem Grantlertum, gutem Essen und traumhafter Natur macht das bayrische Lebensgefühl für mich aus. Im Biergarten unter einem Kastanienbaum sitzen, ein kühles Bierchen trinken, einen Schweinsbraten essen und mit wildfremden Leuten ratschen als würde man sich schon lange kennen – sowas gibt es einfach nur bei uns in Bayern. Auch die Trachten- und Burschenvereine leisten hier tolle Arbeit mit zünftigen Festln, aufwändigen Umzügen und dem Erhalt unseres Brauchtums. 

Schon in der Schulzeit hast du dich für‘s Schreiben begeistert. Mit 5 Jahren hast du deine erste Kurzgeschichte geschrieben. Wie kam die Idee zur bayrischen Quadratratschn? Wie hat alles angefangen? 

Angefangen hat es eigentlich mit einer Online- Plattform, die vor einigen Jahren mal sehr hip war – und da all die kreativen Gedanken irgendwie einen Weg raus aus meinem Kopf gebraucht haben, habe ich dort Kurzgeschichten geschrieben; viele in Mundart oder aber eben mit typisch bayerischen Themen. Die Geschichten wurden so gerne gelesen und erzielten eine so überwältigende Reichweite an Personen, dass relativ schnell klar war, dass ich eine eigene Plattform für meine Münchner Geschichten, Interviews und Lifestyle-Berichte brauche. Wir haben dann in einem sehr holprigen Learning-By-Doing-Verfahren meine erste Homepage gebaut – und ich war damals auch weit und breit die Einzige, die in Mundart „gebloggt“ hat und die Themen Bayern und München so intensiv in ihre Arbeit eingebunden hat. Das schaffte mir ein Alleinstellungsmerkmal – und zum Glück sind mir meine Leser bis heute sehr treu! 

Seit 2008 bist du nun mit deiner Homepage www.bayrische-quadratratschn.de online. Auf deiner „Webseite für München und Bayern“ finden viele treue Leser und neugierige Heimatnarrische alle Infos rund um unsere schöne Heimat. Dank dir weiß man, was alles so los ist. Wenn man das so sieht, meint man, dass da ein Team aus Redakteuren an deiner Seite sind. 

Du bist aber eine One-Women-Show oder? Wie schaffst du das alles? 

Ja, tatsächlich stelle ich so gut wie alles im Alleingang auf die Beine. Zu Interviews schleppe ich eben mein Stativ, die Kamera, das Mikro etc. mit, bereite mich akribisch darauf vor und führe dann vor Ort auch das Interview. Und auch die Nachbearbeitung mache ich größtenteils alleine. Das erfordert alles irrsinnig viel Zeit – noch dazu, wenn man so ein Perfektionist wie ich ist. Ich könnte ewig am perfekten Beitrag, am perfekten Beitragsbild, an der perfekten Fotoshow oder dem perfekten Filmchen arbeiten. Zum Glück habe ich meinen Freund, der mir ab und zu bei der Nachbearbeitung hilft – und den ich mittlerweile auch mal als Redakteur zu Veranstaltungen schicken kann. Er weiß inzwischen, worauf es ankommt und was ich brauche, um einen guten Artikel zu verwirklichen. Und seit unsere Tochter auf der Welt ist, bin ich über solche Unterstützung noch mehr froh! 

Während deiner Laufbahn hast du ja schon so einige Interviews mit Prominenten geführt. Gibt es da eine ganz spannende Geschichte, die du uns erzählen kannst? 

Ich habe einen der ganz großen Rockstars der 70er Jahre interviewen dürfen – da war ich wahnsinnig aufgeregt, weil das genau meine Musik ist und die Musiker von damals auch wirklich zu meinen persönlichen „Helden“ zählen. Das Interview fand damals in seinem Hotelzimmer statt, und es war so, wie man sich ein Aufeinandertreffen mit einem Hippie-Rockstar eben vorstellt: empfangen wurde ich im Bademantel und mit unfrisierten Haaren, auf dem Hotelzimmertisch lag stapelweise Geld … und es war eiskalt im Raum. Im Februar! Die frostigen Temperaturen erklärten sich dann schnell, als die persönliche Assistentin des Musikers den Raum betrat; die trug nämlich nichts weiter als ein durchsichtiges, weißes Top. Das alles war wie im Film und wird mir ewig als ziemlich skurrile Geschichte in Erinnerung bleiben. 

Ansonsten lasse ich gerne alle meine Interviewpartner zum Abschluss etwas auf Bairisch sagen – da gab es schon lustige Momente mit Mel C. von den Spice Girls, Harald Glööckler, Richie Sambora von Bon Jovi, der Schweizer Band Gotthard, David Garrett oder Heiner Lauterbach. 

Eine Frage unter Mädels: Wie viele Dirndl hängen bei dir im Schrank ? Konnst scho an Lodn aufmacha? 

Da kann ich direkt nochmal auf eine der vorhergehenden Fragen zurückkommen: Bayerisches Lebensgefühl ist für mich freilich auch unsere Tracht – ich habe fast 20 Dirndl im Schrank; und selbst unsere Tochter ist bereits im Besitz von drei Dirndln – und sie ist gerade mal viereinhalb Monate alt! 

Wie geht‘s Euch mit Eurer Prinzessin? Hat sie Euer Leben auf den Kopf gestellt? 

Definitiv! Für mich ist es derzeit noch ein ziemlicher Balance-Akt, das neue Mama-Dasein und meinen Job unter einen Hut zu bekommen. Zum Glück kann ich mir meine Zeiten frei einteilen und momentan auch wirklich den Großteil der Zeit mit unserem Zwergerl verbringen. Aber ich bin und bleibe eben eine „Rennsau“ – so ganz kann ich eben der Auer Dult, der Wiesn, den ganzen Veranstaltungen und Messen dann doch nicht fernbleiben. Aber eines ist ganz klar: die Familie geht vor, und ich genieße unser Glück gerade in vollen Zügen.

Alle Informationen zur Hallo Bayern, der Messe für das bayerische Lebensgefühl, gibt es auf www.hallo-bayern.de.

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