„Der Aufwand ist enorm“

Gewinnt VIP-Tickets für das Heimspiel des EHC Red Bull München gegen Mannheim in der Olympiahalle!

Beeindruckende Kulisse: die Olympiahalle beim vergangenen Hockey-Halleluja.
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Beeindruckende Kulisse: die Olympiahalle beim vergangenen Hockey-Halleluja.
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Heinz Richter, der Ingenieur vom Dienst beim Olympiapark
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Heinz Richter, der Ingenieur vom Dienst beim Olympiapark

München: Die Red Bulls spielen drei Mal vor 10 000 Fans – Hallo zeigt, wer das Eis-Spektakel möglich macht.

Drei absolute Spitzenspiele, 10 000 Fans und eine logistische Meisterleistung: Das Gastspiel des EHC Red Bull München in der großen Olympiahalle unter dem Motto „Hockey Halleluja“ ist in jeder Hinsicht etwas Besonderes. Für Fans, Spieler – aber eben auch für die Verantwort­lichen hinter den Kulissen.

„Der Aufwand ist enorm“, bestätigt Heinz Richter, der Ingenieur vom Dienst beim Olympia­park. Er kann es beurteilen, schließlich ist er es seit Jahren gewohnt, die Halle auch für außergewöhnliche Events – zum Beispiel Motocrossveranstaltungen – fit zu machen. „Obwohl wir tonnenweise Sand modellieren müssen, haben wir die Halle bei einer Motocrossveranstaltung innerhalb von zwei Tagen präpariert. Fürs Eishockey arbeiten wir knapp zwei Wochen am Stück“, vergleicht der 52-Jährige. Seit dem 18. Dezember wird gewerkelt – während der Konzerte der Toten Hosen noch hinter den Kulissen, seitdem in zwei Schichten mit über 20 Monteuren rund um die Uhr. Die Lichtanlage muss aufgehängt, Banden installiert und die Eisfläche in dutzenden Schichten aufgetragen werden (s. unten). Am 29. Dezember findet dann das erste Eistraining für die Red Bulls statt, einen Tag später das erste Spiel.

Der Aufwand lohnt sich – für Zuschauer und Spieler. Red Bull-Stürmer Maxi Kastner kann die Olympia­hallen-Spiele kaum erwarten: „Klar liegt der Fokus auf den davor noch anstehenden Begegnungen, aber mit einem Auge schielt man schon auf das große Event.“ Solche Spiele gebe es nicht alle Tage – „immerhin werden wir dort von fast doppelt so vielen Fans angefeuert wie bei einer ausverkauften Eishalle.“

Ein klein wenig umgewöhnen müssen sich aber auch Kastner und Co. Trotz aller Professionalität wird die Eisfläche auf Zeit ein wenig weicher sein als das dauerhafte Pendant in der Eishalle, gibt Ingenieur Richter zu. „Das merken wir Spieler durchaus“, bestätigt Kastner. Spiele in der Olympiahalle seien körperlich deshalb deutlich anstrengender. „Doch die Zuschauer und die besondere Atmosphäre in einer ausverkauften Olympiahalle sind jede Anstrengung wert“, findet der Stürmer.

Rückenwind, der trotz aktueller Tabellenführung dringend nötig ist: Immerhin gingen die letzten sechs Vergleiche mit Nürnberg allesamt verloren. „Die Motivation, diese Serie in der Olympiahalle zu beenden, ist ungemein hoch“, betont Kastner. Na dann, Halleluja!
M. Litzlbauer

So wird aus der Konzert- eine Eishalle

Während erste Arbeiten bereits seit dem 18. stattfinden, wird seit dem 21. Dezember rund um die Uhr gearbeitet, um aus der Olympiahalle eine Eishockeyhalle zu machen. Dafür werden Eismatten aus flexiblem EPDM-Gummi ausgerollt und an Kühlmaschinen angeschlossen. Das Wasser wird in dutzenden Schichten aufgetragen, die weiße Farbe kommt von extra beigemischter, umweltfreundlicher Schlemmkreide. Vier Kältemaschinen sorgen dafür, dass die 18 000 Liter Kühlflüssigkeit auf einer Rohrlänge von 90 Kilometern exakt die richtige Temperatur haben.

Die Schwierigkeit: „Ist es zu warm, wird es zu weich, ist es zu kalt, bricht es“, erklärt Ingenieur Heinz Richter (li). Während der Spiele muss das Eis übrigens minimal mehr gekühlt werden, da sich die Halle durch die Besucher aufheizt – eine echte Wissenschaft.

Unterstützt wird das Olympiapark-Team dabei von der Firma AST, die solche Projekte weltweit umsetzt und unter anderem das Eröffnungsspiel der Eishockey-WM 2010 zwischen Deutschland und USA in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen und die beiden DEL-Winter-Games in Nürnberg und Düsseldorf umgesetzt hat. AST-Eismeister Gottfried Strauß: „Das Besondere an München ist, dass wir durch die unterirdischen Tunnel weitere Wege als in Stadien haben und eine knappe Woche weniger Zeit für die Umsetzung.“ Deshalb setze man mehr Personal als üblich ein. Weitere Schwierigkeit: „Das Arbeiten an den Feiertagen macht die Personalfindung natürlich nicht einfacher.“ Dennoch freut sich Strauß jedes Mal auf die München-Gastspiele: „Die technischen Voraussetzungen in der Olympia­halle sind sehr gut.“

Insgesamt werden nur für die Eisfläche übrigens mehr als 80 Tonnen Material in die Olympiahalle transportiert und verbaut. Hinzu kommen beispielsweise neun Tonnen Kabel und Scheinwerfer für die spezielle Beleuchtung.
lit

Mit Hallo als VIP zu den Red Bulls

Das Derby gegen Nürnberg am Samstag, 30. Dezember (17 Uhr), ist bereits ausverkauft. Mit Hallo können Sie trotzdem dabei sein! Wir verlosen für alle drei Olympiahallenspiele – also auch für die am 2. und 5. Januar gegen Mannheim und Berlin (je 19.30 Uhr, Karten ab 32 Euro unter Telefon 54 81 81 81), jeweils 3x2 Karten! Außerdem verlosen wir unter allen Einsendungen 1x2 exklusive VIP Karten für das Spiel gegen Mannheim – inklusive Speisen und Getränken!

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