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Von wegen Keule schwingend: So lebten die Bayern in der Steinzeit

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So war das Leben im Bayern der Steinzeit.

Aktuell findet in München die Ausstellung Lascaux statt. Zu sehen sind beeindruckende Höhlenmalereien, die bereits 20 000 Jahre alt sind. Archäologe Robert Graf klärt auf, wie die Menschen damals lebten.

München – Beeindruckende Höhlenmalereien etwa 20 000 Jahre vor unserer Zeit entstanden. Die Funde aus Lascaux können die Münchner aktuell in einer Ausstellung bewundern – ebenso Funde aus Bayern.

„Das Klischee des Keule schwingenden Steinzeitmenschen stimmt nicht“, erklärt Archäologe Robert Graf. Die Menschen seien ebenso intelligent gewesen wie die Menschen heute. „Wenn nicht sogar intelligenter: Das Überleben in dieser Zeit benötigte viel Wissen.“ Das Leben folgte einer logischen Kette: Das Klima bestimmt die Umwelt der Menschen. Die müssen sich daran anpassen. Hallo zeigt das Leben im Bayern der Steinzeit.sab

• Archäologische Funde: Überliefert sind Steinartefakte. Herausragende Funde wurden in der Schwäbischen Alb entdeckt, einer archäologischen Hochburg in Mitteleuropa. Diese sind dort gut erhalten, da sie in Höhlen geschützt wurden. München ist eine große Unbekannte wegen der Schotter-

ebene. Durch das Abschmelzen der Gletscher nach der letzten Eiszeit wurde der Boden abgehobelt und umgeworfen. „Wegen der zentralen Lage war es jedoch bestimmt besiedelt“, sagt Graf.

Die Kleidung war qualitativ hochwertig

• Lebensumstände: Jäger und Sammler waren die Menschen, die in kleineren Gruppen und Sippen im Sozialverband lebten. Sie wussten, dass der Gen-Pool regelmäßig erweitert werden musste. Die Kleidung darf man sich ähnlich zu den Inuit vorstellen, qualitativ hochwertig. „Es gibt keine regelhaften Zeugnisse, dass in Bayern Höhlen dauerhaft bewohnt wurden.“ Sie waren Nomaden, da sie von Tieren abhängig waren. Ihre Lebensform ähnelt den Indianern in Nordamerika, daher wird vermutet, dass sie in Zelten gelebt haben. Auch Federschmuck und Körperbemalung könnten der der Indianer ähnlich gewesen sein. Die Lebenserwartung lag zwischen 38 und 45 Jahren. Hohe Kindersterblichkeit sowie der Tod im Kindbett drückten den Schnitt. Die Menschen konnten aber durchaus 60 bis 65 Jahre oder älter werden.

• Religion: „Wenn man sich als Teil der Welt, des Gefüges sieht, ist eine Naturreligion logisch“, findet der Experte. Da Grabbeigaben gefunden wurden, glaubten die Menschen an ein Leben nach dem Tod.

• Ernährung: Die Pollen im Boden geben Auskunft, dass Beeren und Nussarten, Farne und Moose mit nährstoffreichen Wurzeln zur Nahrung zählten. Fleisch war enorm wichtig. „Es zählte jede Kalorie, daher wurden alle Teile des Tieres gegessen beziehungsweise verwertet.“ Kratzspuren zeigen, dass Höhlenbären gelebt haben. Die Fauna ähnelt der in Nordfrankreich, wo Bisons, Ure und Wildpferde lebten.

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Das Gewinnspiel ist beendet.
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