Ehrgeizige Klimaziele

Hier ist München Vorbild

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Die AWM-Kampagne war erst der Anfang.

Projekte: Mit einzigartigen Nachhaltigkeits-Konzepten will die Stadt die Zukunft gestalten und Hallo verlost Gutscheine für die Halle 2.

München hat ehrgeizige Klimaziele. Die zu erreichen, erfordert Visionen und in mancherlei Hinsicht ein Umdenken. „Der Stadtverwaltung kommt mit ihrer Vorbildfunktion dabei eine besondere Verantwortung zu“, sagt Ingo Trömer, Sprecher des Planungsreferats. Lesen Sie einige Beispiele hier:

Räder für Mitarbeiter:

Emissionsarme Mobilität ist eines der Hauptthemen auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Zukunft in Kommunen. Das Projekt LHMobil ermöglicht seit 2015 den Mitarbeitern aus derzeit vier Referaten, sich kostenlos Pedelecs oder MVG-Räder für Dienstfahrten auszuleihen. In der nächsten Stufe werden weitere Referate bei der Anschaffung und dem Unterhalt von Pedelecs unterstützt.

Einzigartiges System:

Ein bisher in Deutschland einzigartiges Planungsinstrument, um die Energiewende einzuleiten – das entwickelt derzeit das Planungsreferat mit der Technischen Universität. Das Münchner Energienutzungsplan-System wird den Energiebedarf der Stadt systematisch abbilden. In den einzelnen Gebäuden werden der Wärmebedarf und Versorgungsoptionen verortet. Dadurch lassen sich energetische Optimierungspotenziale identifizieren und Maßnahmen zur Energieeinsparung ableiten. Hierbei ist die Münchner Fernwärmestrategie ein wichtiger Baustein.

Integriertes Handlungsprogramm Klimaschutz in München

Mit einem Grundsatzbeschluss hat der Münchner Stadtrat die Verwaltung Ende 2008 mit der Entwicklung eines referatsübergreifenden Integrierten Handlungsprogramms Klimaschutz in München (IHKM) beauftragt. Das IHKM basiert auf der fachlichen Leitlinie Ökologie – Klimawandel und Klimaschutz der Perspektive München.

Seit 2010 wird das IHKM regelmäßig fortgeschrieben.

Die Einzelmaßnahmen der Klimaschutzprogramme werden in acht thematischen Arbeitsgruppen entwickelt. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung leitet folgende Arbeitsgruppen:

  • Wohngebäudesanierung und Neubau
  • Mobilität und Verkehr
  • Energiekonzepte, Solarenergiepotentiale, energetische Szenarien
  • Freiräumliche Strategien und Aktivierung von Kohlendioxid-Senken

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung trägt durch die Steuerung und Mitwirkung in den Arbeitsgruppen und mit einer Vielzahl von Klimaschutzmaßnahmen maßgeblich zur Erreichung der Münchner Klimaschutzziele bei.

Projekt „Smarter Together“ - Intelligente und nachhaltige Lösungen für ein besseres Leben in städtischen Quartieren

Die Landeshauptstadt München beteiligt sich mit den Partnerstädten Wien und Lyon seit 2015 an dem von der EU geförderten Projekt „Smarter Together“. Das Projektgebiet ist Neuaubing-Westkreuz/Freiham mit insgesamt 30.000 Einwohner/innen. Die Laufzeit ist eine dreijährige Umsetzungsphase und eine zweijährige Monitoring- und Replikationsphase aufgeteilt. Die Umsetzungsphase wurde im wesentlichen Ende Januar 2019 abgeschlossen.

Das Ziel ist, mit Hilfe neuester Technologie und intelligent genutzter Daten Antworten auf die Zukunftsfragen der Stadtentwicklung zu finden. Dabei soll die Lebensqualität der Bewohner verbessert, die Energieeffizienz von Wohnraum gesteigert und vernetzte Mobilitätsangebote geschaffen werden. Die magische Zahl für München lautet „20“: Die Maßnahmen des Münchner Smarter Together Projektes sollen mehr als 20 Prozent CO2 einsparen, mehr als 20 Prozent erneuerbare Energien sollen genutzt und die Energieeffizienz um mehr als 20 Prozent gesteigert werden. Bis 2050 will München in Neuaubing-Westkreuz sogar CO2-Neutraliät erreichen.

Flugreisen:

Für einen dienstlichen Flug von Oberbürgermeister, Bürgermeistern, Stadträten oder städtischen Dienstkräften zahlt die Stadt seit 2012 eine Klimakompensationszahlung an den Verein „atmosfair“.

Kampf den Plastikbeuteln:

Die AWM-Kampagne gegen 42 000 Tonnen Verpackungsmüll jährlich in München war der Anfang. Jetzt will Werksleiterin Kristina Frank die Plastik-Knotenbeutel in der Obst- und Gemüseabteilung ersetzen. Im Oktober lädt sie Vertreter des Einzelhandels sowie Supermarktbetreiber zu einem Runden Tisch, um Alternativen zu besprechen.

42000 Tonnen Plastikmüll jährlich!

Stadt baut klimafreundlich:

In den Ausschreibungen der Stadt wird grundsätzlich gefordert beim Bau auch ökologische und energetische Aspekte zu berücksichtigen. Ein Vorzeige-Projekt des Baureferats ist beispielsweise der Neubau des Gymnasiums Trudering, welches komplett in Passivbauweise gebaut wurde.

Das bedeutet kompakte Baukörper, dreifach verglaste Fenster, erhöhte Dämmstärken von 25 bis 40 Zentimeter in allen Hüllflächen sowie eine Lüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung. Eine Photovoltaikanlage auf den Dachflächen und der Einsatz erneuerbarer Energien beim Heizen tragen zur Energieeffizienz bei: So erfolgt die Wärmeversorgung über Grundwasserwärmepumpen, die über einen Wärmeverbund auch eine benachbarte Grundschule mitversorgen.

Ökologische Mustersiedlung:

Im südlichen Bereich des Prinz-Eugen-Parks entsteht mit circa 570 Wohnungen die größte zusammenhängende Holzbausiedlung Deutschlands. Damit möchte die Stadt neue Maßstäbe in puncto Klimaschutz und nachhaltige Stadtentwicklung setzen. Bis zu siebengeschossige Häuser werden dort errichtet. Die ökologische Mustersiedlung ist ein europaweit einmaliges Pilotprojekt.

„City2Share“ - Ein Forschungsprojekt für vernetzte urbane Mobilität

Weniger Verkehr mit weniger Emissionen für mehr Lebensqualität mit besserer Mobilität – so lautet das Ziel des Forschungsprojekts „City2Share“.

City2Share verbindet in einem völlig neuen Ansatz Multimodalität, urbane Elektromobilität, autonomes Fahren, e-Car- und Bikesharing sowie Logistik mit der Erhöhung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. In München wird dieser Ansatz in den Modellquartieren Untersendling und Isarvorstadt erprobt. Dort arbeitet die Stadt mit verschiedenen Partnerinnen und Partner an einem Angebot von integriertem Individual- und Lieferverkehr.

Neues Sharing-System

Im Projektzeitraum (2016-2020) wird ein optimiertes Sharing-System entwickelt und erprobt – teilweise mit autonomen Elektrofahrzeugen, induktiven Ladestationen und Pedelecs. Die Stadtwerke München (SWM), die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und die Landeshauptstadt München (LHM) haben in 2018 in Wohngebieten und an Verkehrsknotenpunkten in Untersendling und der Isarvorstadt vier unterschiedlich ausgestattete Mobilitätsstationen eingerichtet und erweiterten die bestehenden Sharing-Systeme. Dabei kommen im Rahmen des Mietradsystems MVG Rad erstmals Pedelecs zum Einsatz. Außerdem werden spezielle Stellplätze für Carsharing-Fahrzeuge eingerichtet und die e-Ladeinfrastruktur im Quartier verbessert. Es folgen Tests zur Akzeptanz der Nutzer und zur verkehrlichen Wirkung.

Neues e-Lieferkonzept

Die Stadt und ihre Partner entwickeln und testen ein neues innerstädtisches Lieferkonzept mit elektrischen Lastenfahrrädern. Diese werden in unterschiedlicher Ausführung eingesetzt. Ziel ist es, ein übertragbares e-Lieferkonzept für innerstädtische Wohnquartiere zu schaffen, das die Belastungen durch Lieferverkehr soweit wie möglich minimiert. Dafür sind kleinteilige Verteilstationen notwendig.

Das Logistik-Unternehmen UPS hat im Juli 2017 den Testlauf von drei Micro-Depots gestartet: Paket-Container werden morgens im Quartier aufgestellt und abends wieder abgeholt. Tagsüber liefern Boten die Sendungen per Lastenrad oder zu Fuß mit der Sackkarre an die Haushalte. Ziel der Aktion ist es, den Lieferverkehr zu reduzieren und einen Beitrag für mehr nachhaltige Mobilität zu leisten. Ein Micro-Depot gibt es im Glockenbachviertel (Am Glockenbach 14), weitere Standorte am Schlachthof und am Kidlerplatz.

E-Moblitätsstationen:

Insgesamt entstanden acht E-Mobilitätsstationen im Projektgebiet Neuaubing-Westkreuz. Die ersten vier Stationen gehen Ende Juli 2018 in Betrieb, vier weitere folgen bis Ende 2018.

Die Angebote:

  • MVG Rad, MVG eRad und lastenfähige MVG eTrikes
  • E-Carsharing-Fahrzeuge von STATTAUTO München
  • E-Ladesäulen für private E-Fahrzeuge und E-Carsharing-Fahrzeuge
  • Infostellen
  • Quartiersboxen als Lieferstationen für teilnehmende Shops und Schließfächer zum Kurzlagern oder Austausch mit anderen an zwei Stationen.
  • Zentraler Zugang über die München SmartCity App

Sensoren und W-LAN - Intelligente Lichtmasten in Betrieb

Intelligente Lichtmasten erhellen nicht nur die Nacht in Neuaubing – Westkreuz, sondern tragen mit Daten-Messungen in der Umgebung jetzt auch zur intelligenten und vernetzten Stadt der Zukunft bei. Als Leuchtturm-Stadt des EU-Projekts „Smarter Together“ erprobt die Landeshauptstadt diese und weitere Smart City-Innovationen im Projektgebiet Neuaubing – Westkreuz/Freiham.

In der Monitoring- und Replikationsphase werden die Möglichkeiten der Umsetzung an anderer Stelle in München und in anderen Städten geprüft und weiterentwickelt.

Mit Sanierung und erneuerbaren Energien zum Niedrig-Energie-Quartier

Eine hohe Priorität legt Smarter Together auf die sozialverträgliche energetische Sanierung von Wohngebäuden, um den regenerativen Anteil in der Wärme- und Stromversorgung zu steigern. Die Ziele von Smarter Together für das Projektgebiet Neuaubing-Westkreuz sind anspruchsvoll:

• Insgesamt 42.000 m2 Wohnfläche sollen nach hohen Standards energetisch saniert werden, bei gleichzeitiger Absicherung des bestehenden Mietniveaus.

• Der regenerative Anteil der Energieversorgung von Wärme und Strom soll weiter ausgebaut werden.

• Sensibilisierung der Bewohner für energiesparendes Verhalten und gesundes Wohnklima. mak

Gewinnspiel „Neue alte Schätze“

Tauschen, verleihen oder gebraucht kaufen: So können Produkte nachhaltig genutzt werden. Anlaufstelle dafür ist zum Beispiel die Halle 2, das Gebrauchtwarenhaus der Abfallwirtschaft München (www.awm-muenchen.de) in der Peter-Anders-Straße 15. Dort werden gute, gebrauchte Waren zu günstigen Preisen angeboten. So kann auch Müll vermieden werden, wofür sich die AWM in verschiedenen Kampagnen einsetzt. Hauptanliegen ist dabei die korrekte Mülltrennung. Wir verlosen fünf Gutscheine à 50 Euro. Teilnahmeschluss: 14. Juli.

Das Gewinnspiel ist beendet.
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