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Ethno, Jazz und Pop aus Südtirol: Drei Powerfrauen erobern mit ihren Songs die Republik. Mittlerweile leben sie an der Isar und singen auf Ladinisch, einer alten romanischen Sprache. Im  August präsentierten sie ihr neues Album – im Dezember kommen sie in den Circus Krone. Ob sie Heimweh haben und  ob sie sich immer einig sind, verraten sie im Interview.

Sie haben die ladinische Sprache nach Deutschland gebracht. Warum singen Sie in Ihrer Muttersprache?

Marlene: Eben weil es unsere Muttersprache ist. Rund 100000 Menschen sprechen in Südtirol, Friaul und der rätoromanischen Schweiz  diese romanische Sprache. Als zweites lernen wir Italienisch in der Schule, als drittes Deutsch. Außerdem ist es ja ein bisschen exotisch – es ist ein gewisser Bonus, den wir dadurch haben. Auf der anderen Seite ist es aber auch schwierig, sich zu behaupten, weil es eben nicht Englisch, Französisch oder Deutsch ist.

Auf Ihrem neuen Doppel-Album „Parores & Neores“ singen Sie aber auch Englisch und Französisch.

Elisabeth: Ja, ein Album ist komplett auf Ladinisch, auf dem anderen singen wir auch Englisch, Italienisch und Französisch.

Was ist das Besondere an Ihrem neuen Album?

Elisabeth: Wir bringen ein Doppelalbum raus, wobei es uns bei der ersten CD vor allem darum ging, einen Sound zu finden, der sich wie ein roter Faden durchzieht. Das ist gar nicht so einfach, wenn man zu dritt Songs schreibt. Da hat jedes Lied einen anderen Charakter, was ja eigentlich schön ist. Aber man muss auch den Zusammenhang gut erkennen. Neu ist auch, dass wir uns mit dem zweiten Album auf andere Sprachen eingelassen haben und neben einigen Live-Songs ein paar Radio-Edits drauf haben. Bei den Live-Auftritten werden wir einiges anders instrumentieren. Maria wird jetzt die neue Schlagzeugerin der Band sein. 

Sie schreiben Ihre Lieder selbst.

Maria: Ja,wir schreiben einige Lieder einzeln, manche zu zweit und ein paar zu dritt. Es ist sehr unterschiedlich, wie ein Song entsteht. Oft hat man spontan gute oder schlechte Ideen, woraus dann Lieder entstehen. Manchmal treffen wir uns bewusst, um Songs zu schreiben. Manchmal kommt dabei was raus, manchmal nicht. Kreativität kann man nicht erzwingen.

Elisabeth: Wenn es länger dauert und man merkt, dass man nicht weiterkommt, ist es manchmal besser aufzuhören und ein Glas Wein zu trinken.

Sind Sie sich immer einig?

Elisabeth: Immer öfter...

Marlene: Immer öfter uneinig (lacht).

Maria: Aber das ist wichtig. Wenn wir verschiedener Meinung sind und lange überlegen, bringt uns das vorwärts. 

Sie wohnen in getrennten Wohnungen...

Marlene: Ja. Wenn man 250 Tage im Jahr zusammen ist, braucht man mal Abstand und es tut gut, mal alleine zu sein oder andere zu sehen.

Sie machen seit Ihrer Kindheit zusammen Musik.

Elisabeth: Ja, wir haben schon immer mit unseren Familien Musik gemacht. 

Maria: Als wir dann mit Hubert von Goisern unterwegs waren, haben wir gemerkt, dass wir drei sehr gut zusammen funktionieren, und haben angefangen, auch an unseren Songs zu arbeiten. 

Mit welcher Musik sind Sie denn aufgewachsen?

Elisabeth: Viel klassische Musik haben wir gehört, aber auch Beatles, Louis Armstrong und  Giorgio Moroder.

Was hören Sie privat?

Marlene: Wir sind mal mit Xavier Naidoo auf der Bühne gestanden und den finden wir toll. Aber es ändert sich ständig.

Elisabeth: Philipp Poisel finde ich auch gut. 

Haben Sie auch Heimweh?

Elisabeth: Leben könnte ich in La Val nicht mehr, auch wenn es schön wäre, unsere Familien öfter zu sehen.

Marlene: In München ist es sehr cool. Die Stadt ist so groß, niemand weiß, was du tust. In unserem Dorf gibt es schon Gerede, wenn du am Sonntag nicht in die Kirche gehst. Wenn mir etwas fehlt, ist es die Stille.

Maria: Im Moment fühle ich mich in München oder unterwegs sehr wohl. Ein bisschen Heimweh ist eigentlich ein schönes Gefühl. Das gehört dazu, wenn man Familie und Freunde hat. Wo es mich in Zukunft hinverschlägt, wird sich noch zeigen.

Haben Sie Lieblingsplätze hier an der Isar?

Marlene: München ist so schön, es gibt viele tolle Plätze. Maria und ich treffen uns oft im Westpark – oder wir grillen auf Marias Terrasse.  

Karten gibt es für 25,85 Euro unter Telefon 54 81 81 81.

Hallo München verlost für das Konzert am 5. Dezember um 20 Uhr im Circus Krone dreimal zwei Karten.

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