Interview und Gewinnspiel

Bruder-Interview: 1860-Verteidiger Kilian Jakob im Gespräch mit Hallo München

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Das Debüt im Profi-Dress: Kilian am 28. Oktober 2016 in der Allianz Arena – damals noch in der 2. Liga. Die Löwen gewannen die Begegnung mit 6:2 gegen Erzgebirge Aue.
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Das Debüt im Profi-Dress: Kilian am 28. Oktober 2016 in der Allianz Arena – damals noch in der 2. Liga. Die Löwen gewannen die Begegnung mit 6:2 gegen Erzgebirge Aue.
Bevor er zu den Münchner Löwen wechselte, kickte Kilian seit seinem vierten Lebensjahr beim FC Dreistern Neutrudering. Hier versenkt er einen Freistoß im Tor.
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Bevor er zu den Münchner Löwen wechselte, kickte Kilian seit seinem vierten Lebensjahr beim FC Dreistern Neutrudering. Hier versenkt er einen Freistoß im Tor.
Brüderliche Liebe zum runden Leder: Auch beim Fotoshooting darf der Ball nicht fehlen. Bis heute ist übrigens auch Bene (rechts) dem Fußball treu geblieben – er spielt beim SC Baldham-Vaterstetten in der Bezirksliga.
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Brüderliche Liebe zum runden Leder: Auch beim Fotoshooting darf der Ball nicht fehlen. Bis heute ist übrigens auch Bene (rechts) dem Fußball treu geblieben – er spielt beim SC Baldham-Vaterstetten in der Bezirksliga.
Anfänge in jungen Jahren: Seit der U13 ist Kili im 1860-Look unterwegs.
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Anfänge in jungen Jahren: Seit der U13 ist Kili im 1860-Look unterwegs.
Tempo-Dribbling, präzise Flanken und ein linker Hammer: Kilian ist bei den Löwen immer für Tore und Assists gut.
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Tempo-Dribbling, präzise Flanken und ein linker Hammer: Kilian ist bei den Löwen immer für Tore und Assists gut.
Wer hält seinen Kasten besser sauber? Im Interview ist es bereits angeklungen: In Sachen Zimmer aufräumen hat der schreibende Jakob dem kickenden Jakob einiges voraus.
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Wer hält seinen Kasten besser sauber? Im Interview ist es bereits angeklungen: In Sachen Zimmer aufräumen hat der schreibende Jakob dem kickenden Jakob einiges voraus.
Wer war daheim eher „Rot“-gefährdet? Bei allem Verständnis für die Doppelbelastung durchs Fußballspielen neben dem Abitur 2016: Wenn es zu arg wurde, bekam Kilian auch mal Fernsehverbot.
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Wer war daheim eher „Rot“-gefährdet? Bei allem Verständnis für die Doppelbelastung durchs Fußballspielen neben dem Abitur 2016: Wenn es zu arg wurde, bekam Kilian auch mal Fernsehverbot.

München: „Die Fans haben den Verein wieder lieben gelernt.“

Seien es die Bender-Zwillinge oder Julian Weigl – prominente Beispiele für 1860-Eigengewächse, denen danach eine Bundesliga-Karriere bei anderen Vereinen beschieden war, gibt es viele. Aktuell ist TSV-Verteidiger Kilian Jakob bei einem Erstligisten im Gespräch – dem Vernehmen nach hat Augsburg starkes Interesse. Die bisherige Bilanz des erst 19-jährigen Münchners aus Trudering kann sich sehen lassen: U18-Nationalspieler, vergangenes Jahr erste Einsätze bei den Löwen in der 2. Liga – heuer festes Mitglied der ersten Mannschaft und schon zweifacher Torschütze. Was aber ist dran an den Wechsel­gerüchten? Wer könnte das besser erfragen, als der eigene Bruder? Der arbeitet im Online-Bereich von Hallo München – und hat seinen drei Jahre jüngeren Bruder nun zum exklusiven Interview in die Redaktion gebeten. Was es Neues in Sachen Augsburg gibt, warum die Stimmung im Grünwalder besser als in der Allianz Arena ist und warum seine Familie viel Verständnis für ihn aufbringen musste, verrät Kilian Jakob hier. Benedikt Jakob

Kili, kaum hast du den Sprung in die erste Mannschaft der Löwen geschafft, da wirst du von den Medien schon mit Bundesligisten wie Augsburg in Verbindung gebracht. Mir als deinem Bruder würdest du doch sicher zuerst sagen, wenn da was spruchreif wird?

Dir als Bruder – ja. In einem Interview? Weiß ich nicht (grinst). Aber im Ernst: Es ehrt mich natürlich, dass ich bei einem Erstligisten im Gespräch bin. Aber: Aktuell gibt es nichts zu vermelden, und ich bin gerne bei 1860.

So oder so geht es für dich aktuell steil bergauf. Vergangene Saison durftest du mit den Löwen Profi-Luft in der zweiten Liga schnuppern und hast dir in der U18-Nationalmannschaft zwei Mal das Deutschland-Trikot übergestreift. Da hast du ja sogar ein Tor gemacht – nur leider eben ins eigene... (grinst)

Ja, das war leider etwas unglücklich, zumal es auch noch spielentscheidend war. Dennoch war die Reise zum Vier-Länder-Turnier in die Türkei der beste Moment in meiner Fußballerlaufbahn. Der Adler auf der Brust, dazu die deutsche Nationalhymne, Wahnsinn. Zu Beginn meiner Zeit bei den Löwen hätte ich mir das nie träumen lassen. Das möchte ich auf jeden Fall noch einmal erleben.

In der Bundesliga könnte man sich für solche Ehren sicher besser empfehlen.

Klar, in der vierten Liga sind nicht so viele DFB-Scouts, und mein Ziel ist es, einmal in der ersten oder zweiten Liga Fuß zu fassen. Das traue ich mir selbst auf jeden Fall zu. Aber darum geht es mir aktuell nicht – ich konzentriere mich erstmal auf meine Mannschaftskarriere. Und sportliche Aufstiege sind ja auch noch eine Möglichkeit, nach oben zu kommen.

Wenn du dein Profidebüt in der 2. Liga vergleichst – beispielsweise mit deinem Tor gegen Illertissen im Grünwalder: Was ist bewegender?

Mein Debüt kam recht unerwartet – ich hatte es ja einer Gelbsperre eines Mitspielers zu verdanken –, die Aufregung war dementsprechend hoch. Und dann stehst du da in dieser monströsen Allianz Arena. Da ist man anfangs schon ein wenig eingeschüchtert. Im Gegensatz dazu ist das Grünwalder Stadion zwar kleiner, dafür überträgt sich die Stimmung von allen Seiten des Stadions auf das Spielfeld – nicht nur von einem Block. In der A-Jugend habe ich hier auch schon gespielt, aber nicht vor 12 500 Zuschauern. Die Sprechchöre und das Rufen des Namens bei einem Tor sind schon Wahnsinn.

Man hat ja ohnehin den Eindruck: Seit dem Abstieg ist alles Friede-Freude-Eierkuchen bei den Löwen. Wie sieht es im Inneren aus?

Eigentlich wirklich so ähnlich. Die Fans haben den Verein wieder lieben gelernt. Der Abschied von der Allianz Arena, Biero als Identifikationsfigur und eine Mannschaft, die um jeden Zentimeter kämpft. Als gegen Illertissen dann die Laola durchs Stadion ging: Da waren sogar die Spieler beeindruckt, die schon richtig lange dabei sind. Auch intern sind aktuell keine Unruhen zu spüren.

Der TSV ist in der Regionaliga Bayern DAS Aushängeschild. Das führt zu enormer Medienpräsenz. Wie gehst du damit um? Bekommt ihr da ein spezielles Medientraining?

Die Präsenz ist schon enorm. Zu Spielen in Schalding oder Buchbach kommen jetzt auch fast 3000 Zuschauer. Regelmäßig geschult werden wir im Umgang mit den Medien zwar nicht, und schon gar nicht werden uns die Worte für Interviews vorgegeben. Es gab aber mal eine Medienschulung, in der es zum Beispiel hieß, dass man bei Misserfolgen nicht einzelne Mitspieler anprangern, sondern die ganze Mannschaft in die Pflicht nehmen soll. Im Moment übernehmen aber ohnehin vor allem die erfahrenen Spieler die Stellungnahmen.

Viele junge Kicker träumen von einer Fußballerkarriere. Was würdest du einem jungen Spieler raten, der Fußballprofi werden möchte?

Es ist vor allem wichtig, jedes Training mit hoher Konzentration und Lernwillen anzugehen. Nur mit Witz und Spaß kann man nicht auf den Fußballplatz gehen, schließlich handelt es sich ab einem gewissen Level um einen Leistungssport. Auch wenn es einem nicht immer gefällt: Spätestens ab der U15 muss man sich an das halten, was der Trainer sagt, und sich auch abseits des Platzes wie ein Profi verhalten.

Und wer immer das machen muss, was der Trainer sagt, kann nicht auch noch auf das hören, was die Mama sagt, stimmt’s?

Ich weiß, worauf du hinaus willst. Ja, beim Hausaufgaben machen und Zimmer aufräumen hat es bei mir eher gehapert. Zum Glück haben du und unsere Eltern mich aber immer in jeder Hinsicht unterstützt. Egal, ob es ums Anfeuern bei Auswärtsfahrten ging, oder ums Verständnis bitten bei Lehrern, wenn ich mal wieder früher vom Unterricht weg musste.

Was hat dich damals eigentlich mehr zum Fußball gebracht: das Kicken auf dem Bolzplatz, das Zocken auf der Spielkonsole oder doch der große Bruder?

Na, auf der Konsole habe ich mit vier oder fünf Jahren ja nicht nicht gespielt. Es war eigentlich eine Mischung aus unseren gemeinsamen Spielen auf dem Bolzplatz und im Keller sowie dem Wunsch, genauso auf dem Platz zu stehen wie du. Damals warst du ja schon irgendwie mein Vorbild. Mit vier konnte ich dann auch endlich selbst im Verein kicken.

Verlosung

Endlich wieder im Grünwalder! Die Löwen-Fans feiern die Rückkehr in die „Heimat“ wie eine Meisterschaft. Doch was macht dieses Stadion so besonders? Ist es nur die Tatsache, dass man nicht mehr mit den Roten gemeinsame Sache machen muss? Roman Beer beleuchtet diesen Mythos in „Kultstätte an der Grünwalder Straße“ (www.werkstatt-verlag.de) auf 240 Seiten – durchgehend farbig gestaltet und vollgepackt mit Hintergrundberichten, Fotos, Skizzen, Statistiken und Kuriositäten.
Einsendeschluss ist der 3. September.

Das Gewinnspiel ist beendet.
Vielen Dank für Ihr Interesse! Besuchen Sie unsere Seite gerne wieder.

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