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Gewinnen Sie das neue Album der Bananafishbones

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"Come To Sin", "Easy Day"... – Die Tölzer Band Bananafishbones hat schon einige Kult-Hits erdacht. Vor ihrem Konzert beim Theatron-Musiksommer sprachen wir mit Florian Rein und verlosen das aktuelle Album "12 Songs In One Day".

Nach fünf Jahren gibt es jetzt ein neues Bananafishbones-Album. Wieso hat das so lange gedauert?

"Wir waren ja nicht faul. Zum Beispiel haben wir in der Zeit zwei Theaterstücke mit jeweils 70 Vorstellungen komponiert, inszeniert und aufgeführt. Außerdem hat jeder von uns auch eigene Projekte am laufen, da fehlt einfach die Zeit für neue Sudio-Sachen. Aber das neue Album ist ja eigentlich auch gar kein Studioalbum..."

Sie haben zwölf Songs an einem Tag aufgenommen. War das der angesprochene Zeitdruck, oder ein künstlerisches Experiment?

"Ein künstlerisches Experiment. Wir wollten eigentlich ein Live-Album veröffentlichen, aber mangels Live-Mitschnitten haben wir zu Plan B gegriffen. Wir haben uns im Studio so hingesetzt, wie wir auf der Bühne sitzen, und die Songs ohne zusätzliche Spuren live aufgenommen. Dabei haben wir uns selbst vorgegeben, jeden Song höchstens dreimal zu spielen. Egal, wie er dann klingt, kommt er aufs Album."

Gibt es dann auch eine Tour zum neuen Album?

"Nein. Das Album sollte eigentlich nicht einmal in Vertrieb gehen. Wir wollten nur eine Scheibe für den Verkauf bei Live-Konzerten haben. Aber unser Label fand das dann so gut, dass sie es doch vertrieben haben. Jetzt sagen Fans und Kritiker, es sei eines unserer besten Alben. So kann es gehen. Für die anderen CDs saßen wir vier bis fünf Monate im Studio, und dann findet jeder das gut, was du an einem einzigen Tag fabrizierst." 

Statt einer Tour gibt’s unter anderem das kostenlose Konzert beim Theatron-Sommerfestival – sonst eher ein Sprungbrett für junge Nachwuchsbands. Ist das für die Bananafishbones nicht ein Rückschritt?

"Ganz und gar nicht. Wir alle lieben die fantastische Atmosphäre im Theatron. Wir haben ja schon früher dort gespielt – auch mit anderen Künstlern – und das waren unvergleichliche Konzerte vor tausenden Zuschauern. Wir freuen uns wirklich sehr darauf."

Es ist also nicht so, dass die Bananafishbones nur noch ein Nebenprojekt von Ihnen sind?  

"Es ist nach wie vor das Projekt, das am meisten Zeit und Energie von uns in Anspruch nimmt. Aber eben mit ganz unterschiedlichen Facetten. Und da gehören eben nicht nur Konzerte und Alben dazu."

Sondern auch Ihre schon angesprochenen Rock-Musik-Theater in der Schauburg. Haben die Fishbones in dieser Hinsicht nach „Scuderi“ und „Fahrenheit 451“ Blut geleckt? 

"Wir haben da sogar schon ein neues Projekt am Start – wieder in der Schauburg. Wir vertonen und inszenieren diesmal „Jenseits von Eden“. Momentan laufen die ersten Besprechungen, demnächst geht’s ans Musik schreiben und ab Januar geht es mit den Proben los. Premiere ist dann im April 2013." 

Von der Arbeit an einem normalen Album dürfte sich die Theater- oder Soundtrackarbeit aber doch gehörig unterscheiden, oder?

"Nicht einmal so sehr. Nur, dass man bei einem Soundtrack beispielsweise viel zielgerichteter arbeiten muss. Schließlich soll da immer ein ganz bestimmtes Gefühl transportiert werden. Allerdings glaube ich mittlerweile, wir können so etwas viel besser, als einfach einen neuen Song ins Blaue hinein zu schreiben. Je mehr Druck, je mehr Vorgaben da sind, desto besser klappt es."

Vorgaben gibt es bei Ihnen auch in anderer Hinsicht. Wie anstrengend ist es, Ihre Studioarbeit und das Bandleben mit Ihren drei Töchtern in Einklang zu bringen?

"Mein normaler Rockstar-Alltag (lacht) beginnt um halb sieben mit Brote schmieren und dem Weg in den Kindergarten und die Schule. Dann schnell ins Studio, dann wieder zum Kinderabholen. Es wird gewissermaßen alles um die Kindertermine herum gebaut."

Haben Ihre Töchter schon musikalische Ambitionen?

"Die Sieben- und die Fünfjährige spielen Klavier, die Einjährige wird, glaube ich, mal Schlagzeugerin. Wenn die bei mir im Studio ist, findet sie es jedenfalls super, überall ordentlich draufzuhauen."

Das Interview führte Marco Litzlbauer 

Alternative-Country, Grunge und Rock – dafür stehen die Bananafishbones. Und das seit 25 Jahren. Nach fünf Jahren Wartezeit haben Florian Rein, Peter Horn und Sebastian Horn mit „12 Songs In One Day“ ihre Fans endlich mit neuen Songs versorgt. Und auch eines ihrer berühmt-berüchtigten Live-Konzerte steht an: Am Donnerstag, 9. August, spielt die Band ab 21 Uhr beim Theatron-Sommerfestival im Olympiapark – bei freiem Eintritt. Bereits ab 19 Uhr spielt dort der bayerische Singer/Songwriter Chris Columbus.

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