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KLINIK UND POLIKLINIK FÜR ORTHOPÄDIE, PHYSIKALISCHE MEDIZIN UND REHABILITATION

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Chronische Rückenschmerzen, Osteoporose, Arthrose, Fibromyalgie, Morbus Parkinson…jeder hat schon einmal davon gehört oder ist sogar selbst betroffen. 

Für all diese Erkrankungen und Probleme des Bewegungs- und Stützapparates stehen reichlich operative und konservative Therapien zur Verfügung. Meist hilft konservative Therapie und eine Operation ist nicht notwendig. Deshalb stehen konservative Methoden immer stärker im Vordergrund.

Die Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Physikalische Medizin und Rehabilitation am Klinikum der Universität München bietet sowohl konservative als auch operative Therapie auf höchstem Niveau. Bundesweit einzigartig ausgestattet steht die Klinik unter der Leitung von Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Volkmar Jansson für ein klar vorgegebenes Ziel: “Menschen bewegen“ für bestmögliche Funktionsfähigkeit und Selbstständigkeit mit Lebensqualität. In diesem Sinne bietet die Klinik im Rahmen von multidisziplinären, teilstationären Tagesklinikprogrammen für Betroffene eine Hilfe zur aktiven Selbsthilfe. Seit 2001 werden sowohl am Campus Großhadern, als auch am Campus Innenstadt die Gruppentherapien mit großem Erfolg durchgeführt. 

Im Vordergrund steht ein zielgerichtetes Training, zu dem unter anderem Maßnahmen der Physiotherapie (Krafttraining, Dehnübungen, Gleichgewichtstraining, Nordic Walking…), Ergotherapie (Arbeitsplatz-und Hilfsmittelberatung, Rückenschule…), Hydro-und Thermotherapie (Güsse, Bürstungen, Schröpfen, Übungen im Wasser…), Psychologie (Schmerzverarbeitung, Schlafhygiene, autogenes Training…) aber auch der Entspannungstherapie gehören; zu dem informieren Ärzte und Therapeuten ausführlich über das jeweilige Krankheitsbild und die verschiedenen Therapiemöglichkeiten, um ein besseres Verständnis über die Entstehung und Ursachen der muskuloskelettalen Erkrankungen zu vermitteln und um gezielt dagegen wirken zu können. 

Doch ist der Blick des Expertenteams nicht nur auf die medizinischen Notwendigkeiten, sondern auch auf den Patienten als Menschen gerichtet. Viele, die sich in der Tagesklinik für muskuloskelettale Funktionsstörungen behandeln lassen sind in Folge der andauernden Beschwerden zermürbt und haben ihre Lebensfreude verloren. Den Betroffenen wieder Mut machen und mit konkreten Anleitungen zur Selbsthilfe den Weg zurück in ein weitgehend unbelastetes Alltagsleben erleichtern, ist den Therapeuten ein großes Anliegen. 

Im Rahmen des 4wöchigen Gruppenprogrammes, das an jeweils 4-5 Tagen pro Woche sattfindet, werden verschiedene Übungen, Alltagsaktivitäten und Anwendungen gemeinsam mit den Therapeuten erarbeitet und unter fachmännischer Kontrolle geübt, so dass sich die Patienten im Verlauf ein eigenes Übungsprogramm für zu Hause und verschiedene Selbsthilfestrategien zusammenstellen. Außerdem findet täglich eine ärztliche Visite statt, in der die Patienten Probleme klären und Anliegen mit dem Arzt besprechen können. 

Ob man für das vierwöchige Tagesklinikprogramm geeignet ist, wird im Rahmen eines Assessments entschieden. Hierbei handelt es sich um einen teilstationären Untersuchungstag an dem unterschiedliche Messungen und Tests zur Beurteilung der Kraft, Beweglichkeit, Gehfähigkeit, des Gleichgewichts und der psychischen Verfassung gemacht werden. Zudem werden die mitgebrachten Vorbefunde beurteilt und die Patienten zu Schmerzen, Einschränkungen im Alltag und bisherigen Therapien befragt. 

Anhand der Testergebnisse, der Vorbefunde und der bisherigen Krankheitsgeschichte entscheidet das Team gemeinsam mit dem Patienten, ob der Patient vom Tagesklinikprogramm profitieren kann oder ob vielleicht eine andere Therapieform mehr Erfolg bringt. Sollte doch eine andere Therapieform in Frage kommen, kann diese vom Arzt in die Wege geleitet werden. Am Assessmenttag, sowie während der Tagesklinik sind berufstätige Patienten krankgeschrieben. 

Im Verlauf der Voruntersuchungen und der Tagesklinik werden die Patienten gebeten zu unterschiedlichen Zeitpunkten Fragebögen zu Ihren Beschwerden, zu Symptomen und den Krankheitsfolgen zu beantworten. Dies dient für Sie persönlich dazu, ein möglichst genaues Bild über Beschwerden, deren Folgen und die Veränderungen vor, während und nach der Teilnahme an unserem Programm zu bekommen. Zudem möchten wir hierdurch Anregungen für eine Weiterentwicklung des Programms gewinnen. Ihre Angaben werden vertraulich behandelt und vor dem Zugriff unberechtigter Personen geschützt. 

Wenn sie weitere Informationen über unser Angebot bekommen möchten, dann besuchen Sie uns in Halle 2 Stand 2.C4. oder besuchen Sie unsere Vorträge „Multimodale Behandlungskonzepte der Osteoporose“ mit Dr. med. Nicole Zolyniak am Samstag 19.10. um 12:45 Uhr im großen Saal und „Arthrose: verschiedene Behandlungskonzepte“ mit Dr. med. Johanna Biebl am Sonntag 20.10. um 12:45 Uhr im großen Saal. 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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