Mehr Fachkräfte müssen ausgebildet werden

Zahl der Pflegebedürftigen wird wohl rasch und deutlich steigen

Der Altersschnitt der Bevölkerung im Freistaat steigt. Die Bertelsmann Stiftung geht daher bis zum Jahr 2030 von einer Versorgungslücke von rund 14.000 Vollzeitkräften in der ambulanten Pflege aus. Sogar 48.000 Fachkräfte sollen in der stationären Altenpflege fehlen.

München - Etwa 350.000 Menschen in Bayern sind nach Zahlen des Statistischen Landesamtes pflegebedürftig. Etwas mehr als die Hälfte wird ambulant oder stationär versorgt. Die übrigen beziehen bisher ausschließlich Pflegegeld.

Der Altersschnitt der Bevölkerung wird in vielen Regionen des Freistaats rasch und deutlich steigen: Etwa im Landkreis München nimmt die Zahl der über 80-Jährigen nach Schätzungen bis zum Jahr 2030 um 75 Prozent zu. Und die Zahl der Demenz-Patienten in ganz Bayern wird Schätzungen zufolge von heute gut 230.000 Menschen auf rund 340.000 im Jahr 2032 steigen.

Die Bertelsmann-Stiftung rechnet daher für Bayern im Jahr 2030 mit einer Versorgungslücke von rund 14 000 Vollzeitkräften in der ambulanten Pflege. In der stationären Altenpflege fehlen dann demnach sogar fast 48.000 Fachkräfte.

Die Staatsregierung geht für das Jahr 2021 von bis zu 250.000 Pflegebedürftigen in ambulanter oder stationärer Versorgung aus. In den Jahren 2017 bis 2019 müssten deshalb nach Ansicht des Gesundheitsministeriums insgesamt etwa 10.000 neue Pflegekräfte ausgebildet werden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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