Kaserne geriet in die Schlagzeilen

Vorwürfe gegen Gebirgsjäger in Bad Reichenhall: Ermittlungen eingestellt

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Die Hochstaufen-Kaserne in Bad Reichenhall. Hier sollen die Belästigungen stattgefunden haben.

Im März waren die Gebirgsjäger in Bad Reichenhall in die Schlagzeilen geraten: Sexuelle Belästigung, Volksverhetzung und Tierquälerei standen im Raum. Jetzt wurden die Ermittlungen eingestellt.

Traunstein - Die Sex-Vorwürfe und etwaige politisch motivierte Taten hätten fünf Beschuldigten nicht nachgewiesen werden können, sagte der Sprecher der Traunsteiner Staatsanwaltschaft, Björn Pfeifer, am Dienstag. Im Fall des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz seien die Ermittlungen gegen zwei Bundeswehrangehörige bei einer Geldauflage eingestellt worden. Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk (BR) darüber berichtet.

Die Vorwürfe gegen die Gebirgsjäger der Hochstaufen-Kaserne in Bad Reichenhall waren zu Jahresbeginn bekanntgeworden. Seit Februar ermittelte die Justiz. Ein Soldat eines unteren Dienstgrades hatte laut einem Schreiben des Verteidigungsministeriums den Vorwurf erhoben, er sei von Kameraden und Vorgesetzten zwischen November 2015 und September 2016 sexuell belästigt und genötigt worden. Die Bundeswehr leitete interne Ermittlungen ein und informierte die Staatsanwaltschaft. Das Ministerium sprach von „äußerst bedauerlichen und vollkommen inakzeptablen“ Vorfällen.

Die Gebirgsjäger gelten als Elitetruppe der Bundeswehr. Sie sind für den Einsatz unter extremen Witterungs- und Geländebedingungen ausgebildet und ausgerüstet. Angehörige der 5300 Soldatinnen und Soldaten umfassenden Gebirgsjägerbrigade 23 mit Sitz in Bad Reichenhall waren mehrfach in Skandale verwickelt. So gab es in einer Kaserne ekelerregende Aufnahmerituale wie etwa das Essen von rohen Schweineinnereien. Gebirgstruppen der Wehrmacht begingen im Zweiten Weltkrieg in Italien und Griechenland Kriegsverbrechen.

dpa/lby

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