Vergewaltigungsprozess: Verteidigung beantragt Strafe

Landgericht Würzburg
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Ein Schild weist auf das „Justizzentrum Würzburg“ hin.

Würzburg - Im Würzburger Prozess um heimlich gefilmte Sex-Videos und die Vergewaltigung mehrerer Frauen hat die Verteidigung eine Strafe von sieben Jahren und sechs Monaten ohne Sicherungsverwahrung für den Angeklagten beantragt. Das teilte das Landgericht Würzburg am Montag mit. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits im Mai eine Freiheitsstrafe von neun Jahren gefordert - mit anschließender Sicherungsverwahrung (Aktenzeichen:

902 Js 13426 18).

Der Prozess gegen den 31-Jährigen war bereits im vergangenen Sommer gestartet und hatte für Aufsehen gesorgt, da der ehemalige Lehramt-Student seine Bekanntschaften mit einer Laptop-Kamera oder dem Handy heimlich beim Sex gefilmt haben soll. Vor Gericht gab der frühere Hobby-Kickboxer zu, beim Sex gefilmt zu haben - ohne das Wissen der Betroffenen. Auch die gewaltsamen Übergriffe gestand er über seinen Anwalt.

Mehrere der betroffenen Frauen treten in dem Prozess als Nebenklägerinnen auf. Ihre Anwälte hätten sich in ihren Plädoyers mit einer Ausnahme der Forderung der Staatsanwaltschaft angeschlossen, teilte das Landgericht mit. In einem Fall habe der Nebenkläger sich nicht zu einer Sicherungsverwahrung geäußert. Am 29. Juni soll das Urteil in dem Prozess fallen. dpa

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