Massenkarambolage auf A7

Unfall mit sechs Toten: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

Am Neujahrsmorgen krachten auf der A7 mehrere Autos zusammen. Dabei starben sechs Menschen. Nun hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt. 

Bad Grönenbach - Nach dem schweren Serienunfall mit sechs Toten am Neujahrsmorgen auf der Autobahn 7 im Allgäu wird es keinen Strafprozess geben. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zu dem Unglück eingestellt. Den drei Beschuldigten sei keine Pflichtverletzung nachzuweisen, sagte die Staatsanwältin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Dies hätten die kürzlich fertiggestellten Gutachten zu dem Unfall ergeben.

Am frühen Morgen des Neujahrstages 2017, nur eine Stunde nach dem Jahreswechsel, waren auf der A7 bei Bad Grönenbach (Kreis Unterallgäu) in dichtem Nebel drei Lastwagen und neun Autos zusammengestoßen. Für sechs Menschen im Alter von 15 bis 23 Jahren kam jede Hilfe zu spät. Insgesamt waren 21 Männer und Frauen in den Fahrzeugen. Zwei Beteiligte wurden schwer und neun leicht verletzt, vier Menschen kamen ohne körperliche Blessuren davon.

Zeugen hatten ausgesagt, dass plötzlich auf der Fernstraße eine Nebelwand auftauchte, nachdem zuvor freie Sicht herrschte. Die Staatsanwaltschaft hatte insgesamt fünf Gutachten zu dem Unglück erstellen lassen. Grund ist, dass es sich nicht um einen einzelnen Unfall handelte, sondern mehrere Folgekollisionen.

Zwei junge Autofahrer, 22 und 23 Jahre alt, waren in die Unfallstelle gefahren. Beide waren sofort tot. In einem der Wagen starben auch die vier Mitfahrerinnen im Alter von 15 bis 19 Jahren. Neben den verstorbenen beiden Fahrern galten zunächst auch noch drei weitere Autofahrer als Beschuldigte in dem Ermittlungsverfahren.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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