Frauenarzt vor Gericht

Totschlags-Prozess in Landshut: Staatsanwalt fordert 13,5 Jahre Haft

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Der Angeklagte Michael B. geht am 06 November 2014 in den Gerichtssaal des Landgerichts in Landshut. Wegen Totschlags muss sich der 55 Jahre alte Mediziner erneut vor dem Gericht verantworten. (Archivbild)

Ein Frauenarzt, der seine Frau getötet haben soll, steht derzeit in Landshut vor Gericht. Dei Staatsanwaltschaft fordert dreizehneinhalb Jahre Haft.

Landshut - Im zweiten Prozess gegen einen Frauenarzt wegen des Todes seiner Ehefrau hat die Staatsanwaltschaft dreizehneinhalb Jahre Haft gefordert. Der Ankläger verlangte am Donnerstag vor dem Landgericht Landshut eine Verurteilung wegen Totschlags. Die Verteidigung soll am Freitag ihr Plädoyer halten, das Urteil wird dann voraussichtlich im Juli verkündet.

Laut Anklage hatte der 57-Jährige seiner Partnerin die Rippen gebrochen, sie am Kopf verletzt und dann erstickt. Ein Gutachter hatte gesagt, dass es in der Familie schon seit Jahren Konflikte gab. Nach Ansicht des Staatsanwalts hat dann ein Streit als Auslöser zu der Gewalttat geführt.

Der Angeklagte bestreitet hingegen die Tat und behauptet, seine Frau nach einem Arbeitstag im Dezember 2013 tot daheim gefunden zu haben. Er sei davon ausgegangen, sie sei gefallen und infolge des Sturzes gestorben, sagte der Arzt zu Beginn des Prozesses.

Der habilitierte Gynäkologe, der früher als Chefarzt an Kliniken arbeitete und zuletzt eine Praxis in Erding betrieb, war 2015 im ersten Prozess freigesprochen worden. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil allerdings auf und verwies das Verfahren erneut an das Landshuter Landgericht. Bevor der Prozess neu aufgerollt werden konnte, war der Mann nach Südamerika geflogen. Ende Februar wurde er ausgeliefert.

dpa

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