Fehler mit schweren Folgen

Tod durch Verwechslung: Ermittlung gegen Pflegekräfte

Eine Pflegerin verabreicht einem Patienten ein falsches Medikament. Obwohl sie den Irrtum bemerkt, unternimmt sie nichts - der Mann stirbt. Nun wird ermittelt.

Landshut - Eine Pflegerin soll einem Patienten in einer Einrichtung im Landkreis Dingolfing-Landau versehentlich ein falsches Medikament verabreicht haben, woraufhin der 66-jährige Mann starb. 

Vorsätzliche Tötung durch Unterlassen

Nun wurde gegen die Frau und eine Kollegin Haftbefehl erlassen, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Demnach wird den beiden Frauen ein vorsätzliches Tötungsdelikt durch Unterlassen vorgeworfen. Denn sie sollen die Verwechslung im Mai 2016 zwar bemerkt, aber nichts dafür getan haben, das Leben des Patienten zu retten. Er starb eine Woche später. 

Ein rechtsmedizinisches Gutachten bestätigte inzwischen die Verwechslung, woraufhin die Frauen verhaftet wurden. Eine der Pflegerinnen durfte das Gefängnis nach der Hinterlegung einer Kaution wieder verlassen.

Immer wieder kommt es in der Pflege zu Vorfällen: merkur.de* berichtete über die unterschätze alltägliche Gewalt in der Pflege.

dpa

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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