Urteil am Freitag

Staatsanwaltschaft fordert vier Jahre Haft für Testamentsvollstrecker

Schweinfurt - Über zwei Jahre hat er knapp eine halbe Millionen Euro in die eigene Tasche wandern lassen. Wegen Untreue steht er jetzt vor Gericht.  

Im Prozess gegen einen Testamentsvollstrecker, der fast eine halbe Million Euro in die eigene Tasche gesteckt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft vier Jahre Gefängnis gefordert. Nach Angaben des Gerichts wurde der 69-jährige nach dem Tod einer wohlhabenden Frau als deren Testamentsvollstrecker eingesetzt. Dadurch hatte er Zugriff auf die Konten der Verstorbenen. Scheibchenweise soll er insgesamt 480 000 Euro auf eigene Konten umgebucht oder bar abgehoben haben.

Der Verteidiger des Mannes beantragte eine Haftstrafe von höchstens zwei Jahren. Der 69-Jährige hatte die Vorwürfe eingeräumt, aber bestritten, überhöhte Rechnungen gestellt zu haben. Als Vollstrecker des letzten Willens war er berechtigt, seine eigenen Ausgaben aus dem Nachlass zu decken. Das Urteil wurde noch am Freitag erwartet.

dpa

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