2,1 Millionen Euro Steuern hinterzogen

Staatsanwalt fordert knapp acht Jahre Haft für Pflegeheim-Betreiber

Hof - Knapp acht Jahre Haft fordert die Staatsanwaltschaft für einen 66-jährigen Pflegeheim-Betreiber. 2,1 Millionen Euro war er dem Fiskus schuldig.

Ein wegen Steuerhinterziehung in besonders schwerem Fall angeklagter Pflegeheim-Betreiber soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für sieben Jahre und neun Monate in Haft. Die Verteidiger des 66-Jährigen forderten am Montag während des Prozesses vor dem Landgericht in Hof zwei Jahre und neun Monate Haft, wie ein Gerichtssprecher sagte.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann vorgeworfen, dem Fiskus rund 2,1 Millionen Euro Einkommensteuer inklusive Solidaritätszuschlag schuldig zu sein. Dem Gerichtssprecher zufolge hat der 66-Jährige seine Steuerschulden inzwischen beglichen. Der Angeklagte hatte im Raum Coburg ein Firmenkonsortium für den Betrieb, die Verpachtung und den Verkauf von Pflegeheimen für Senioren und Menschen mit Behinderungen unterhalten.

Laut Anklage täuschte er gegenüber den Finanzbehörden vor, ins Ausland gezogen zu sein - während er in Wahrheit weiter in Deutschland gelebt haben und damit steuerpflichtig gewesen sein soll. Der 66-Jährige befand sich schon einmal wegen Steuerhinterziehung hinter Gittern. Er war zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden, von denen er zwei Drittel absaß.


dpa

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