Urteil des Amtsgericht Rosenheim

Sprengstoff und Flüchtlinge geschmuggelt: Drei Jahre Haft

Rosenheim - Drei Afrikaner brachte er illegal über die deutsche Grenze. Außerdem fand die Polizei Sprengstoff-Material bei ihm. Nun muss ein 38-Jähriger für drei Jahre hinter Gitter. 

Ein Schleuser und Waffenschmuggler muss für drei Jahre hinter Gitter. Das Amtsgericht Rosenheim verurteilte den 38-Jährigen wegen Einschleusens von Ausländern sowie Verstößen gegen das Sprengstoff- und das Waffengesetz. Das Urteil vom 16. Februar ist noch nicht rechtskräftig, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch mitteilte. Zunächst hatte das „Oberbayerische Volksblatt“ über den Prozess berichtet.

Keine Hinweise auf Anschlag

Der Mann war Ende September 2016 auf der Inntalautobahn (A93) bei Kiefersfelden (Landkreis Rosenheim) festgenommen worden - einem von Schleuser stark frequentiertem Abschnitt. In seinem Auto befanden sich Zündvorrichtungen, Metallrohre und 3,5 Kilogramm Schwarzpulvergemisch. Der Fund löste einen Großeinsatz der Polizei samt stundenlanger Sperrung der Autobahn aus. Die Ermittlungen ergaben aber keine Hinweise auf einen geplanten Anschlag. Im Wagen saßen drei Afrikaner, die der 38-Jährige nach Deutschland schleuste. Sie hatten nichts mit dem Transport des Sprengstoffs zu tun.

dpa/lby

Rubriklistenbild: © dpa

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