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Söder: Bayern steht zur Stammstrecke, Bund zahlt 60 Prozent

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2. Stammstrecke der Bahn für München
Richard Lutz (l), Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, und Markus Söder (CSU). © Sven Hoppe/dpa

Trotz der massiven Kostensteigerung hält die bayerische Staatsregierung weiter am Bau der zweiten Stammstrecke in München fest. „Wir stehen zur zweiten Stammstrecke“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag in München. Auch die Freien Wähler stünden hinter dem „Jahrhundertprojekt“. Zwar gebe es nun noch eine grundlegende Überprüfung, es werde aber seitens der Staatsregierung keine Verzögerungen geben.

München - Die Tendenz sei klar.

„Wir sehen bei der 2. Stammstrecke Licht im Tunnel“, betonte Söder. Endlich lägen die Zahlen auf dem Tisch. Die zweite Stammstrecke sei von zentraler Bedeutung für die Zukunft Bayerns. Es sei nicht nur für den Großraum München wichtig, das Schienennetz strahle auch nach Oberbayern, Niederbayern und bis ins Allgäu.

Zuvor hatte Bahnchef Richard Lutz der Staatsregierung mitgeteilt, dass für den Bau der zweiten Stammstrecke Kosten von rund sieben Milliarden Euro zu Buche schlagen dürften, es sei mindestens mit einer Bauzeit bis 2035 zu rechnen. In der Summe sei bereits ein Risikopuffer von 1,5 Milliarden Euro für weitere Preissteigerungen enthalten. Als Gründe nannte er gestiegene Bau- und Materialkosten, Projekterweiterungen und einen deutlich erhöhten Risikopuffer.

„Der Freistaat Bayern wird ein sehr viel strenger Partner werden“, sagte Söder. Es gebe ein schärferes Controlling und es brauche mehr Transparenz. Auch ein Begleitgremium im Landtag sei eine gute Idee.

Mit Blick auf die Kostenteilung Bund und Freistaat sagte Söder, es sei nun klar, dass der Bund weiterhin 60 Prozent der Kosten trage, „auch für die Mehrkosten“. dpa

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