Anklage erhoben

Mann erschlägt Eltern - Freundin (22) hilft ihm beim Einmauern der Leichen - dann heiraten sie

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Auf dem Anwesen des Ehepaars wurden zwei Leichen gefunden, bei denen es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um das vermisste Ehepaar handelt.

Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage in einer grauenhaften Tat: Ein 26-jähriger aus Schnaitach ermordet seine Eltern. Er und seine Freundin verstecken die Leichen - und heiraten.

Update, 22. Oktober 2018, zum Doppelmord in Schnaitach/Nürnberg:

Nürnberg/Schnaitach - Zehn Monate nach dem gewaltsamen Tod eines Ehepaares aus Schnaittach bei Nürnberg hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes gegen den Sohn des Paares und dessen Ehefrau erhoben. 

Wie die Behörde am Montag mitteilte, sollen der 26-Jährige und seine 22 Jahre alte Partnerin zunächst versucht haben, die Mutter des Mannes zu vergiften. Als dies scheiterte, habe der Sohn Mitte 2017 seine im Bett liegende Mutter mit einem Hammer erschlagen. Danach soll der Mann auch seinen Vater erschlagen haben. 

In den Tagen nach der Tat sollen die beiden Beschuldigten die Leichen der Eltern in einem Nebenraum der Garage eingemauert haben und den Tatort renoviert haben, um Spuren zu beseitigen. Ende Dezember meldeten sie die Eltern bei der Polizei als vermisst, einen Tag später heiratete das Paar.

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Update 29.01. 13.00 Uhr, zum Doppelmord in Schnaitach/Nürnberg:

Es handle sich um die vermisste 66 Jahre alte Frau, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Nürnberg am Montag. Dies habe nun mit Hilfe eines DNA-Tests bewiesen werden können. Die Sprecherin bestätigte damit Medienberichte.

Bereits am vergangenen Dienstag hatten Rechtsmediziner nachgewiesen, dass es sich bei der männlichen Leiche um den 70 Jahre alten Ehemann handelte. Die Polizei hatte die beiden Leichen vor einer Woche auf dem Grundstück des Paars gefunden. Sie waren in einem Nebengebäude der Garage eingemauert worden. Der Tat verdächtig sind der 25-jährige Sohn der Eheleute sowie dessen 22 Jahre alte Ehefrau. Beide sitzen in Untersuchungshaft.

Das Ehepaar war seit Mitte Dezember vergangenen Jahres nicht mehr gesehen worden. Der Sohn hatte seine Eltern Ende Dezember als vermisst gemeldet und danach sowohl auf Facebook als auch über einen regionalen Fernsehsender einen Suchaufruf gestartet.

Schnaittach: Das Paar ist erschlagen worden

Schnaittach - Das eingemauerte Ehepaar aus Schnaittach nahe Nürnberg ist erschlagen worden. Nach dem vorläufigem Obduktionsergebnis seien beide an einem Schädel-Hirn-Trauma gestorben, sagte Anita Traud von der Staatsanwaltschat Nürnberg-Fürth am Mittwoch. Auf die Köpfe der beiden Opfer sei mit einem stumpfen Gegenstand massiv eingeschlagen worden. Nach dpa-Informationen handelt es sich bei der Tatwaffe um ein Werkzeug.

Doppelmord in Schnaitach/Nürnberg: Leichen in Nebengebäude eingemauert

Des gemeinschaftlichen Mordes verdächtig sind der 25 Jahre alte Sohn der Eheleute sowie dessen 22-jährige Ehefrau. Beide sitzen in Untersuchungshaft.

Die Polizei hatte die Leichen am Montag auf dem Grundstück des Paars im Landkreis Nürnberger Land gefunden. Wie die Bild-Zeitung berichtet, sollen der Sohn und dessen Frau die Leichen zuerst in Folie eingewickelt und über die Gesichter Plastiktüten gestülpt haben. Bevor sie die Leichen in der Garage eingemauerten, sollen sie zwischen Wand und Körper Salz geschüttet haben – offenbar, um damit die austretenden Körperflüssigkeiten zu binden, heißt es im Bericht.

Wie die Bild zudem berichtet, soll das Paar die Spuren ganz gezielt versucht haben zu beseitigen. So sollen sie im „völlig blutverschmierten Schlafzimmer“ die Fußböden ausgewechselt, die Wände gestrichen und die Möbel lackiert haben. Traud sagte dem Blatt: „Das geschah aber so amateurhaft, dass es auffiel.“

Doppelmord in Schnaitach/Nürnberg: Ehepaar aus Schnaittach seit Dezember vermisst

Rechtsmediziner bestätigten am Dienstag, dass es sich bei der männlichen Leiche um den Vater des 25-Jährigen handelt. Am Mittwochvormittag wurde die weibliche Leiche obduziert. Bei der Toten handele es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um die 66 Jahre alte Mutter, sagte Traud. Es seien jedoch noch weitere Untersuchungen notwendig, um ganz sicher gehen zu können.

Das Ehepaar war seit Mitte Dezember vergangenen Jahres nicht mehr gesehen worden. Der Sohn, der sogar eine Facebook-Seite für die Suche nach dem vermissten Ehepaar gründete und ein Fernsehinterview gab, hatte seine Eltern jedoch erst Ende Dezember als vermisst gemeldet.

Lesen Sie auch: In Berlin ermittelt die Polizei in einem Vermisstenfall, der eventuell ein trauriges Ende genommen hat. Die Ermittler prüfen, ob es sich bei einer aufgefundenen Leiche um den vermissten Jungen handelt.

dpa/lby/mke/Video: Glomex

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